Die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz der Vielfalt sexueller Orientierungen erleichtert schwulen Männern heute ihr Coming-Out, bevor sie feste intime Beziehungen eingehen. Früher sah das häufig anders aus. Erst im Rahmen einer heterosexuellen Beziehung, oft einer Ehe, wurden sich Männer ihrer homosexuellen Orientierung bewusst oder fanden den Mut, sie zu leben. Dieser Weg war leidvoll, doch er hatte auch etwas Gutes: Schwule Männer wurden in diesen heterosexuellen Bezügen recht unkompliziert zu Eltern. Noch heute stammt die Mehrheit der Kinder schwuler Väter aus vorangegangenen heterosexuellen Beziehungen.
Elternschaft und homosexuelle Lebensweisen sind heute zunehmend miteinander denk- und lebbar. Entsprechend wird die Frage nach einem Lebensentwurf mit oder ohne Kinder auch zu einem selbstverständlichen Bestandteil schwuler Biographien.
Wie realisieren schwule Männer heute nach ihrem Coming-Out ihren Elternwunsch? Schwule geben Pflege- und Adoptivkindern ein neues Zuhause. Schwule Männer realisieren gemeinsam mit lesbischen Frauen ihren Kinderwunsch als so genannte „Queerfamily“.
In der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Väter werden ist nicht schwer? Wege schwuler Familienplanung“, die am 25. November 2010 im Freizeitheim Vahrenwald stattfand, wurde die Familienrealisation für Schwule beleuchtet und auf dem Hintergrund der aktuellen Rechtslage in Deutschland erörtert. Ein Einblick in Unterstützungsnetzwerke von und für Regenbogenfamilien rundete den Diskurs ab.
Detaillierte Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter den nachfolgend aufgeführten Links: