Stadtteilkultureinrichtungen verschiedener Größe und Ausrichtung gibt es in 25 Stadtteilen der Landeshauptstadt Hannover. Sie sind organisiert als Freizeitheime, Stadtteilzentren, Stadtteil- und Kulturtreffs sowie Kulturbüros. Getragen werden sie von der Kommune allein, gemeinsam mit einem Kulturverein oder in alleiniger Trägerschaft eines Vereins, aber mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Hannover.
Das erste Freizeitheim der Landeshauptstadt wurde 1961 in Linden eröffnet. Es folgten im Laufe der Jahre bis 1978 sechs weitere. 1977 wurde das erste soziokulturelle Zentrum in Trägerschaft einer Bürgerinitiative, das Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon eröffnet. Ihm folgten zwei weitere: das Stadtteilzentrum Nordstadt und FAUST.
Mitte der 80er Jahre musste das Vorhaben, weitere große Freizeitheime zu realisieren aus finanziellen Gründen aufgegeben werden. Aber es entstanden durch bürgerschaftliches Engagement Kulturvereine in verschiedenen Stadtteilen. Im Jahr 1984 wurde der erste Kulturtreff in gemeinsamer Trägerschaft mit der Stadt im Stadtteil Roderbruch eingeweiht. Ihm folgten drei weitere in Hainholz, Vahrenheide und Badenstedt, sowie ein Kulturtreff in alleiniger Trägerschaft eines Vereins in Bothfeld.
Die Einrichtungen der Stadtteilkulturarbeit bieten kulturelle Veranstaltungen, Kurse und Projekte, aber auch Veranstaltungen zu vielen verschiedenen Themen in den Stadtteilen an. Die kommunalen Einrichtungen stellen Räume verschiedener Größen für Aktivitäten von Vereinen und Initiativen zur Verfügung. Darüber hinaus finden hier stadtweite oder überregionale Veranstaltungen, Kongresse und Seminare statt. Geregelt ist die Nutzung der Räume in einer Miet- und Benutzungsordnung, beschlossen vom Rat der Landeshauptstadt Hannover.