Die Region Hannover wird in den kommenden Jahren die Gedenkstätte Ahlem zu der zentralen Erinnerungsstätte der Region ausbauen.
Die Region Hannover nimmt als Rechtsnachfolgerin des ehemaligen Landkreises Hannover seit 2001 ihre Verantwortung für die Gedenkstätte Ahlem war. Im Dezember 2007 hat der zuständige Ausschuss für Schule, Kultur und Sport der Beschlussdrucksache II 553/2007 und dem dazugehörigen Ergänzungsantrag der Gruppe SPD/Grüne zur konzeptionellen Weiterentwicklung der Gedenkstätte Ahlem zugestimmt. Dem ging ein mehrjähriger Diskussionsprozess im politischen und öffentlichen Raum um die Neuausrichtung der Gedenkstätte voraus. Aufgrund dieser Vorarbeiten und Beschlüsse wurde im April 2008 eine interdisziplinäre Fachkommission damit beauftragt, eine Empfehlung für die Neukonzeption der Gedenkstätte Ahlem innerhalb eines Jahres zu erarbeiten. Die besondere Zielsetzung lag darin, eine Empfehlung für die perspektivische Nutzung des gesamten ehemaligen Direktorenhauses der Israelitischen Gartenbauschule Ahlem zu erarbeiten.
Gemäß Beschluss des Regionsausschusses vom 04.05.2010 bereitet die Region Hannover – Projektleitung Team Kultur - derzeit die europaweite Ausschreibung eines nicht offenen, einstufigen Wettbewerbs mit maximal 15 teilnehmenden Bürogemeinschaften in einem anonymen Verfahren vor. Der Wettbewerb gliedert sich in die Teile Ausstellungskonzeption und Ausbau/Sanierung des denkmalgeschützten Direktorenhauses der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem. Die Freiraumplanung für das Außengelände als Teil der Ausstellungskonzeption soll in den Entwürfen mitgedacht und zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden.