Kongress-Stadt


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Innenstadt

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Wer aus dem Hannoverschen Hauptbahnhof auf den Ernst-August-Platz tritt, ist schon fast mittendrin in der hannoverschen City. Sie ist ziemlich groß für die Halbmillionenstadt Hannover, gewachsen über die Jahrhunderte von der winkligen Altstadt unten am Flußufer zwischen dem Aegidientor im Westen und dem Steintor im Osten bis zum im 19. Jahrhunderten gebauten Hauptbahnhof.

Der zweite Weltkrieg hinterließ in der City Hannovers eine Spur der Verwüstung. Kaum eine Gebäude blieb verschont. So mußte alles wieder neu, schön und zeitgemäß aufgebaut werden. Die Bahnhofstraße, die von Ernst-August-Platz direkt ins Herz der City führt, ist eine Fußgängerzone auf zwei Ebenen - man kann auch unten in der am 1. November 2002 umgewidmeten Niki de Saint Phalle-Promenade flanieren. Zum Kröpcke kommt man sowieso. Hannovers zentralster Platz, heute auto- und straßenbahnfrei, ist benannt nach einem geschäftstüchtigen Oberkellner des traditionsreichen Cafés, heute Möwenpick.

Wer sich in Hannover nicht unterm Schwanz verabredet (beim Denkmal vor dem Hauptbahnhof), der trifft sich hier an der Kröpcke-Uhr. Hier kreuzt die Georgstraße, die gegenüber dem Opernhaus nur einseitig bebaut ist, dafür dort um so schickere Geschäfte hat. Die Georgstraße, benannt nach einem der englischen Könige, die aus Hannover kamen, ist eine echte Flaniermeile. Hier trifft man sich seit Generationen an Sommersonntagen zum Schorsenbummel. Geht man auf der Georgstraße am Kröpcke in die andere Richtung, ist man sofort mittendrin im dichten Einkaufsgetümmel der Fußgängerzone. Kleine Querstraßen auf beiden Seiten laden ebenfalls zum Einkaufsbummel ein.

Wer am Steintor (mit dem imposanten Anzeiger-Hochhaus von 1927) links abbiegt, kommt in die Altstadt oder das was davon übrig ist. Immerhin, die Straßen sind klein und winkelig, es gibt urige Kneipen und interessante kleine Geschäfte. Neben der Marktkirche (als größte der drei Altstadtkirchen kaum zu verfehlen) steht das mittelalterliche Alte Rathaus, alles in der charmanten hierzulande üblichen Backsteingotik gehalten. Gegenüber vom Rathaus: die Markhalle, der Bauch von Hannover. An traditionsreicher Stelle, wenn auch nicht sehr alt, so doch mit Atmosphäre.

Wer nun immer noch nicht alles gefunden hat, was er einkaufen wollte, geht an Leineschloss und Leibnizhaus vorbei zum Leineufer: dort findet seit 30 Jahren jeden Sonnabend ein großer Flohmarkt statt. Und seit 1974 sind die bunten Nanas dabei, die inzwischen zu Hannover gehören wie die Lüttje Lage.



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