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Stadtteil-Leitbilder: Bestandsaufnahme für Zukunftsdialog mit Bewohnern und Wirtschaft

Landeshauptstadt Hannover
Stadtteil-Leitbilder: Bestandsaufnahme für Zukunftsdialog mit Bewohnern und Wirtschaft

Die städtische Bauverwaltung wird für das Gros der 51 hannoverschen Stadtteile Leitbilder entwickeln. Stadtbaurätin Uta Boockhoff-Gries: „Mit dem Planungsinstrument des Leitbilds werden die Profile der Stadtteile und ihre besonderen Vorzüge und Eigenarten herausgearbeitet. Gleichzeitig dienen die Leitbilder als Grundlage für den Dialog mit den Beteiligten im Stadtteil - der Wohnungswirtschaft, dem Einzelhandel, den Trägern der öffentlicher Einrichtungen und vor allem der Stadtteilöffentlichkeit: Sie sollen damit auch Impulse für private Investitionen geben.“

Nach Überzeugung der Stadtbaurätin gibt es in der näheren Zukunft keine Schubkräfte mehr für großformatige Stadterweiterungen, wie sie in Hannover zuletzt mit dem Stadtteil Kronsberg gelungen sind. Boockhoff-Gries: „Nutzungswandel und Bauen im Bestand sind die Aufgaben der Gegenwart.“

Damit richtet sich der Focus auf die Stadtteile und ihre unterschiedlichen Profile: Die Ungleichheiten verstärken sich. Dies führt zur so genannten „Patchwork City“. Die Stadt setzt sich aus einer verschiedenartigen Bebauung zusammen, die aber die Funktionsfähigkeit der Stadt insgesamt sichert.

Focus Stadtteil
Der Stadtteil entspricht dem Wahrnehmungsfeld der BewohnerInnen. Das Leben in den Stadtteilen beruht auf dem Nutzungsgefüge von Wohnen und Einzelhandel, Kitas, Schulen und dem Arbeitsplatzangebot. „Die Stadt der kurzen Wege“ kennzeichnet eine urbane Qualität, die es zu sichern gilt.

Die Aufwendungen für soziale und kulturelle Einrichtungen sind jedoch nur dann gerechtfertig, wenn eine entsprechende Nachfrage besteht. Die technische Netzinfrastruktur ist nur dann funktionsfähig, wenn ein bestimmtes Maß an Auslastung gegeben ist.

Boockhoff-Gries: „Unter den teils rückläufigen Rahmenbedingungen und den neuen Anforderungen sind Umstrukturierungen unausweichlich. Nicht überall können private und öffentliche Infrastruktureinrichtungen in gleicher Qualität vorgehalten werden. Für ein koordiniertes Vorgehen braucht man einen Orientierungsrahmen.“

Dialog mit Entwicklungspartnern
Mit dem für die Entwicklungspolitik wichtigen Partner „Wohnungswirtschaft“ steht die Stadt im konstruktiven Dialog. Er ist darauf gerichtet, unter veränderten Rahmenbedingungen ein bedarfsgerechtes Wohnungsangebot für unterschiedliche zukünftige Ansprüche zu sichern, durch Umstrukturierung neue Angebote zu schaffen und die BewohnerInnen im Stadtgebiet zu halten. Boockhoff-Gries: „Ein breites Spektrum des Wohnungsangebots in jedem Stadtteil ist eine Voraussetzung, um die Stadt-Umland-Wanderung zu bremsen und die Stadt auch für Bewohner des Umlands attraktiv zu machen.“

Mit dem Einzelhandel besteht seit Längerem ein kontinuierlicher Dialog mit dem Ziel, die Versorgung der Bevölkerung in den Stadteilen zu sichern und die veränderten Bedingungen des Einzelhandels wie die Betriebsgrößen in die Stadtteile verträglich zu integrieren (siehe Einzelhandelskonzept).

Einen hohen Stellenwert für den Dialog im Stadtteil haben die informellen Netze - freiwillige Kooperationsformen unterschiedlicher Organisationen und Privatpersonen, die sich mit wichtigen Themen im Stadtteil auseinandersetzen, Interessen artikulieren und Vorschläge machen. Für Politik und Verwaltung sind die bürgerschaftlich engagierten Akteure wichtige Ansprechpartner, zum Beispiel in Verkehrs- oder Wirtschaftsforen.


V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover


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