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Die CO2-Emissionen in der Landeshauptstadt sind in den vergangenen 15 Jahren insgesamt um 7,5 Prozent gesunken. Das ist das Ergebnis einer detaillierten Klimaschutzbilanz 1990 bis 2005.
Hannover hat 2007 eine sehr detaillierte Klimaschutzbilanz erarbeiten lassen, die sämtliche Verbrauchsbereiche in Wirtschaft, Gewerbe und Haushalten sowie den Verkehr umfasst. Danach war jede/r HannoveranerIn (Industrie und Gewerbe auf die EinwohnerInnen umgelegt) im Jahr 2005 für rund 11,8 Tonnen CO2 verantwortlich, davon 5,7 Tonnen (48 %) aus der Stromproduktion, 4,1 Tonnen (34 %) aus der Wärmeerzeugung sowie zwei Tonnen (17 %) aus dem Verkehrsbereich.
Grundlage für Hannovers Klimabilanz war ein 1992 vom Rat der Stadt beschlossenes Energiekonzept mit dem Ziel, unter anderem den CO2-Ausstoß in Hannover innerhalb von 15 Jahren (1990 bis 2005) um 25 Prozent zu senken.
Besonders positiv in der Bilanz: In den Bereichen, in denen die Stadt bzw. die hannoverschen Stadtwerke eigenverantwortlich sind, wurde dies Ziel weitgehend erreicht: Durch eine Verdoppelung des Fernwärmeeinsatzes und durch ca. 90 Blockheizkraftwerke ist die Stromerzeugung effektiver geworden. Der Wärmebedarf der städtischen Gebäude hat sich durch hohe Investitionen bei der nachhaltigen Gebäudesanierung insbesondere der Schulen und Kindertagesstätten allein in den vergangenen acht Jahren um ca. 25 Prozent verringert. Die besonders klimaschädigenden Methanausgasungen auf der Zentraldeponie wurden fast völlig gestoppt – stattdessen werden heute bei der Müllverbrennung und der kalten Rotte große Mengen Strom umweltfreundlich erzeugt.
Nur im Mittelfeld der Erfolgsbilanz liegt die Energiereduktion der Industrie(-9%) und der Einsatz der regenerativen Energie in Hannover: Trotz eines neuen Wasserkraftwerkes an der Leine und hunderter Solaranlagen beträgt der Stromanteil in diesem Bereich nur 0,4 Prozent des Strombedarfes. Auch die Wärmedämmung der Wohngebäude wirkt sich noch nicht genug aus: Zwar ist der Verbrauch bezogen auf den Bestand von 1990 um 13 Prozent zurückgegangen, doch weil die Wohnfläche pro Einwohner in den vergangenen Jahren um ca. zehn Prozent gestiegen ist, ist der Gesamtverbrauch an Heizenergie nur um vier Prozent gesunken.
Besonders negativ wirkt sich der gegenüber 1990 um 32 Prozent stark gestiegene Stromverbrauch der Haushalte aus, was auf eine höhere Ausstattung mit Computern und anderen Elektrogeräten und die hohen Stand-by-Verluste zurückzuführen ist. Außerdem sind die Emissionen aus dem Verkehrsbereich trotz technischer Fortschritte heute fast genau so hoch wie vor 15 Jahren. Ursachen sind insbesondere die immer größeren Autos, mehr LKW-Verkehr und die Verdoppelung der geflogenen Kilometer pro EinwohnerIn.
Die CO2-Gesamtbilanz 1990 bis 2005 auf einen Blick:
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CO2-Bilanz der Stadt Hannover 1990 bis 2005
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CO2-Emissionen 1990 in 1000 t
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CO2-Emissionen 2005 in 1000 t
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Veränderung gegenüber 1990
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| Energie- bereich | Industrie |
2.102
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1.849
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-12%
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- 8,8%
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| Kleinverbrauch (Gewerbe u.ä.) |
1.797
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1.653
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-8%
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| private Haushalte |
1.625
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1.537
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-5%
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| Verkehr | motorisierter Straßenverkehr |
836
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783
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-6%
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- 1,0%
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| ÖPNV - Straßenbahnverkehr |
82
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65
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-22%
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| Bahn (Nah- und Fernverkehr) |
43
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36
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-17%
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| Flugverkehr |
94
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161
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+72%
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| Gesamt: |
6.579
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6.084
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-7,5%
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V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover |
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