Hannovers Ruf als „Stadt im Grünen“ beruht u. a. auf der Qualität und Vielfalt der Landschaftsräume, die als Naherholungsgebiete sowohl im Zentrum als auch an den Stadträndern für alle EinwohnerInnen auf kurzem Wege zu erreichen sind und damit wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität in der Stadt beitragen.
Die Sicherung dieser Freiräume ist daher ein wichtiges Anliegen der Stadtentwicklung. Große Freiräume wie die Eilenriede und die Leineaue liegen mitten in der Stadt. Weitere große und kleinere offene Landschaftsräume umgeben die Stadt im Grenzbereich zu den Nachbargemeinden. Diese Landschaften erfüllen, neben der Naherholung, wichtige Funktionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung: Sie gleichen Belastungen aus, sind Lebensräume für wild wachsende Pflanzen und wild lebende Tiere, dienen der Landwirtschaft und anderen landschaftsbezogenen Nutzungen.
Bei der Pflege und Entwicklung der Landschaftsräume wird das Ziel verfolgt, die Interessen von Naherholung, Naturschutz und nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft gleichermaßen zu berücksichtigen und sie so weit wie möglich in Einklang zu bringen. Für die Naherholung Suchenden gibt es eine Vielzahl von Rad- und Wanderwegen, die die Landschaftsräume erschließen und miteinander verbinden. In Kooperationen mit Landwirten und anderen Flächennutzern wird nach dem Prinzip „Pflege durch Nutzung“ eine natur- und umweltverträgliche Bewirtschaftung von Flächen vereinbart und umgesetzt.
Große Teile der Landschaftsräume sind als Landschaftsschutzgebiete, kleinere als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Sie sind damit auch naturschutzrechtlich gesichert. Ihre Pflege wird differenziert nach unterschiedlichen Gesichtspunkten des Pflanzen- und Tierartenschutzes gestaltet.
Im gesamten Stadtgebiet sind darüber hinaus Bäume ab einer bestimmten Größe als „geschützte Landschaftsbestandteile“ unter den Schutz der Baumschutzsatzung gestellt.