Die Verkehrsentwicklungsplanung verbindet Siedlungsentwicklung, demographische Veränderungen, Straßen- und öffentlichen Personennahverkehr.
Sie berechnet die Wirtschaftlichkeit und prognostiziert die Auslastung von Verkehrsprojekten, wie etwa die Verlängerung einer Stadtbahnlinie. Hier wird nicht nur errechnet, ob sich der Bau lohnt, sondern auch verschiedene Varianten miteinander verglichen. Berücksichtigt werden bei solchen Prognosen vor allem:
- Siedlungsentwicklung: Bei den Städten und Gemeinden wird abgefragt, wo und in welchem Umfang sie Neubaugebiete ausweisen. Diese Daten werden auch mit der Regionalplanung abgestimmt.
- Demographie: Es ist wichtig zu wissen, wie sich die Bevölkerungszahl in Teilräumen entwickelt und wie sich die Altersstruktur verändert. Damit gibt es schon frühzeitig Hinweise darauf, ob z.B. künftig auf einer Linie ein Ruftaxi ausreicht oder barrierefreie Angebote ausgebaut werden müssen. Daten zur Bevölkerung und ihrer Entwicklung finden Sie im Strukturdatenatlas.
- Wirtschaftsverkehr: Dieser belastet zwar die Straßen überdurchschnittlich, bedeutet aber gleichzeitig Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum. Somit müssen im Sinne der Wirtschaftsförderung die Bedürfnisse dieses Verkehrssektors besonders berücksichtigt werden.
Aus diesen Anforderungen und beeinflussenden Faktoren werden Leitlinien für die Verkehrsentwicklung abgeleitet.