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Therapiegarten am Klinikum Großburgwedel (4c)

Region Hannover
Rainer-Osswald
©   Rainer-Osswald
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Pflanzen geben Kraft

Strandkörbe, Heckenkabinette und Wasserterrassen sind schöne Rückzugsorte. In diesem Therapiegarten geht es hauptsächlich um Kontemplation. Das bedeutet: Besinnung, Nachdenken und sich an den einfachen Dingen des (Pflanzen-)Lebens erfreuen. All das ist für die Schmerztherapie sehr wertvoll. Da in der Klinik Patienten mit akuten und chronischen Schmerzzuständen behandelt werden und ebenso Krebskranke dort Heilung oder Linderung erfahren, ist der Garten besonders dafür angelegt.

Schon links vor dem Haupteingang zur Klinik in Großburgwedel können Patienten und Angehörige auf doppelseitigen Bänken die Abendsonne und das Grün der Staudenbeete genießen. Im Garten der Kontemplation ein Stückchen weiter (er ist ausgeschildert) plätschert Wasser von einer farnbewachsenen Natursteinsteinmauer über Findlinge. Sonnige Sitzplätze laden zum Verweilen ein. Das Wasser als Element des Lebens und der Kraft wirkt auf die Patienten aufbauend.

Im Licht- und Schattenkabinett werfen Skulpturen verblüffende Schatten. Der Blick auf die Dinge des Alltags wird verändert. Die Sichtweise auf das Leben ist damit verbunden. Schulterhohe Hecken aus Buchen und bunte Staudenbeete schaffen Rückzugsorte. Eine Fläche unter zwei großen alten Bäumen ist mit einer Schicht aus weichen, federnden Holzhäckseln belegt. Als Besonderheit ist hier eine unendliche Bank geplant. Sich auf diese liegende Acht zu setzen und über den Kreislauf des Seins, über Endlichkeit und Unendlichkeit nachzudenken, kann ebenso Kraft verleihen. Dann schaffen ein paar Schritte weiter raschelnder Bambus und wiegende Gräser eine Form von Leichtigkeit. Durch feinen Sand zum Barfußgehen erreicht der Besucher einen Strandkorb. Ein überwölbtes Staudenbeet grenzt diesen intimen Bereich von dem der Aktivität ab.

Ähnlich wie im Therapiegarten am Klinikum Neustadt ist auch hier ein Garten der Bewegung entstanden. Man geht über verschiedene Bodenbeläge, eine Treppe und eine schiefe Ebene. Handläufe sind da. Pflanzen stehen Spalier. Eine halbrunde Bank aus Natursteinen mit Holzauflage um eine flache Brunnenschale aus Granit ist für die Pause gedacht. In diesem Bereich sind die Physiotherapeuten mit ihren Patienten unterwegs, aber auch Angehörige und Gäste von außen jederzeit willkommen. Getreu einem afrikanischen Sprichwort, den das Krankenhaus als seinen Leitspruch gewählt hat, ist „der Mensch die Medizin des Menschen“. Und genau deshalb freut man sich über Menschen von außen. Die wirtschaftliche Mitte des Ortes ist nur ein paar Schritte entfernt. Die Therapiegärten, konzipiert mit den Landschaftsarchitekten Dröge+Kerck aus Hannover,  sind jedenfalls eine wunderbare Einladung.

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Therapiegärten
Konzept der Landschaftsarchitekten Dröge + Kerck
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