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Der Aktivposten
Spiel- und Fitnessgeräte für alle Generationen - wo gibt es das sonst noch? Der Stadtpark Garbsen hat am Westeingang eine ganze Palette von diesen Geräten zu bieten. Das ist auch bundesweit etwas Neues, denn bisher dachte man bei Spielplätzen zunächst an Kinder. Die sind allerdings dort auch zu finden. Sie drehen an den Rädern, mit denen man sich die Schultern lockern kann. Sie schwingen die Beine oder stärken die Bauchmuskeln. Die Erwachsenen starten derweil zum Nordic Walking. Ein großes Schild weist die Wege aus. Und nebenan lockt die neue Wassertretanlage zum kühlen Fußbad. Sie wurde vom örtlichen Kneippverein spendiert.
Dieser rund 25 Hektar große Stadtpark um den tiefen Schwarzen See ist ein Aktivpark und kein Kurpark. Er bedient fast alle Wünsche, die der Bewegungsdrang der Garbsener in ihrer grünen Mitte auslöst. Kinder spielen in verschiedenen Bereichen. Da ziehen sich Jugendliche in der südlich des Sees gelegenen Spiellandschaft an einem Kletterfelsen hoch. Mitglieder des örtlichen Tauchvereins steigen manchmal hinab in den Schwarzen See und fühlen sich bei 17 Metern Tiefe erst so richtig wohl.
Es geht auch ruhiger: Viele sitzen auf den Bänken an den offenen Blickachsen und schauen auf den fünf Hektar großen, stillen See. Sinneserlebnisse und Natur lauten da die Themen. Der Eisvogel taucht nach kleinen Fischen. Ein Schwanenpaar brütet. Die seltenen grünfüßigen Teichhühner laufen am Ufer herum. Diese Teichrallen sind schon auf der Vorwarnstufe zur Roten Liste der gefährdeten Arten - und im Park zu beobachten. Tauchenten schnellen aus der Tiefe hoch und haben Schnecken im Schnabel. Von der Liegewiese und den neu gestalteten Uferbereichen ist das schön zu beobachten. Manche rollen ihre Liegedecke aus und öffnen den Picknickkorb. Da ist auch Zeit, sich die Kunstobjekte anzuschauen.
Etwas weiter erfreuen die Blüten einer Staudenpflanzung die Betrachter. Ganz in blau zeigt sich wie ein Teppich der Untergrund des Eichenhains im Westbereich des Parks Ende April - die Hasenglöckchen blühen. Damit jeder Besucher Baumarten auch namentlich erkennt, wurden mehr als 50 Tafeln mit fundierten Erklärungen aufgestellt. Dichter Wald, Kleingehölz und offene Flächen wechseln ab. Immer wieder ist Wasser in kleinen Teichen und Gräben zu sehen. Feuchtbiotope sind da.
Nur das Schwimmen im See ist verboten, weil er kaum Zuflüsse hat, sich das Wasser also nicht austauscht. Zudem könnten in der Tiefe noch Reste von Maschinen und Bauteilen stehen, denn früher wurde dort Ton abgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts war auf dem Gelände eine Ziegelei aktiv. Gebäude wurden errichtet; die Lorenbahn fuhr. 1966 war dann Schluss. Ein alter Ringofen ist noch erhalten geblieben. Er erinnert an die Entstehungszeit des Parks. Betreten darf man ihn nicht, er dient Fledermäusen als Quartier.
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