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| Am Wasserturm | |
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| Lehrtes neuer Stadtpark | |
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Der Alleskönner / Ein Stadtpark namens Hohnhorst-Park
Hier fehlt es an nichts. Eine Boulderwand zum Klettern und Skaterspielgeräte für Jugendliche, ein Bierlokal mit Tischen unter schattigen Bäumen (Parkschlösschen von 1919), ein Schützenplatz, ein kleines Stadion für den Fußballverein, ein Fachwerkhaus der Stadt sowie eine Wiese davor für besondere Anlässe und ein Wegessaum voller Spielgeräte für Jung und Alt in der Nähe des Hallen- und Freibades. Jetzt muss man erst mal Luft holen, dabei war das nur der südliche Teil des 26 Hektar großen Grüns in Lehrte, das gerade zu einem Stadtpark namens Hohnhorst-Park zusammengewachsen ist.
Ganz im Süden im Parkteil „Am Wasserturm“ herrscht der Kreis vor - zwei runde Regenrückhaltebecken dienen geschmackvoll als Blickfang. Dieser Parkteil ist ein gelungenes Beispiel für die Umwandlung von Industriefläche in Freizeitgrün. Da war bis 1999 eine riesige Zuckerrübenfabrik aktiv, die nicht nur das Bild der Stadt prägte, sondern im Herbst auch den Geruch. Die Gebäude wurden abgetragen - von Grau zu Grün (ein Ziel der alten Eisenbahnerstadt) ist hier wörtlich zu nehmen. Es steht nur noch ein Flüssigzuckersilo. Der Wasserturm - nachts eindrucksvoll in blau und weiß beleuchtet - ist nicht nur Lehrtes Wahrzeichen, sondern markiert auch das südliche Ende des Hohnhorst-Parks.
Wer bis ans andere Ende zum Hohnhorstsee (er entstand durch Kiesabbau zum Fertigen der Autobahn in den 30er Jahren) geht oder radelt, ist rund 1,6 Kilometer unterwegs. Er passiert Baum- und Wiesenflächen, Teiche, einen Biotop hinter Kopfweiden. Verblüffend wie einfach am Schwimmbad ein Kleingartengelände, das die Zuckerfabrik 1999 ebenfalls hergab, heute als landschaftliche Schönheit mit Einzelbäumen und Buschgruppen auf Rasen wirkt. Es wurden nur die Hütten und Zäune abgerissen, dann Grün gesät.
Der Rodelberch (er heißt tatsächlich „Berch“, weil es in Lehrte so weich ausgesprochen wird) hat wegen Schneemangels wohl die Rodeljahre hinter sich. Er dient jedes erste Septemberwochenende als Kulisse für das größte Bluesfestival Norddeutschlands und dem „Anderen Kino“ für Freiluftaufführungen.
Selbst an eine Grillecke wird, an einen Hundeauslauf ist gedacht. Das war früher ein Acker, der jetzt zum Stadtpark gehört und begrünt wurde. Da kann Wuffi sich austoben, während er sonst im Park angeleint sein soll. Alle Wege sind für Fußgänger und Radfahrer offen. Ein Mehrgenerationenspielplatz soll entstehen - in Nachbarschaft zu einer Siedlung, die noch gebaut wird. Dann wachsen da ganz neu 104 Obstbäume, vom Naturschutzbund betreut. Ein Bienenhotel als Herberge für Wildbienen soll die Bestäubung der Bäume unterstützen.
Selbst an eine etwas wilde Ecke ist gedacht. Da kann sich nicht nur die Natur austoben, sondern auch Kinder verstecken spielen. Schließlich muss nicht jedes Eckchen akkurat aufgeräumt sein. Schafe und Ziegen sind nebenan in einer rustikalen Gartenkolonie zu sehen.
Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Hohnhorstsee. Ein Landschaftstor umrahmt den Blick aufs Wasser. Der See lässt sich umrunden (etwa 1000 Meter, etwa 15 Minuten zu Fuß). Wer mag, kehrt zu einer Pause im Seelokal ein. Zurück geht es entweder bei den Bogenschützen vorbei, an den Flächen des Sportvereins FC Lehrte oder durch den angrenzenden Hohnhorstwald. Radler können auch über die Autobahnbrücke weiter Richtung Norden fahren.
Von den Toren stehen noch mehr in der Landschaft und flankieren eine (fast) durchgängige Grünverbindung durch Lehrte. Und wem nach mehr Kultur ist, der stoppt nahe dem Einkaufszentrum am Wasserturm. Die städtische Galerie in der alten Schlosserei beherbergt sehenswerte Ausstellungen.
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