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Station 13: Islamisch-Afghanische Gemeinde Payame Nour e.V.

Landeshauptstadt Hannover
Karte zur Lage der Station Nr. 13 der Moscheentour
Moscheebesuch am 16. Dezember 2011
OB Weil und Dr. Mohagheghi (v.l.).
Moscheebesuch am 16. Dezember 2011
Der Imam Dr. Hashemi und der Vorsitzende des Vereins, Dr. Hussein (v.l.).
Moscheebesuch am 16. Dezember 2011

Oberbürgermeister Weil zu Besuch bei der „Islamisch-Afghanischen Gemeinde Payame Nour“ e.V. am Lindener Hafen

Kurz vor dem Ende des Jahres 2011 setzte Oberbürgermeister Stephan Weil seine Rundreise durch die Moscheen Hannovers fort. In einer ehemaligen Lagerhalle am Lindener Hafen besuchte er am 16. Dezember die „Islamisch-Afghanische Gemeinde Payame Nour“ e.V., die dort seit fast zehn Jahren ansässig ist.

Aufgrund grippebedingter Erkrankungen einiger Vorstandsmitglieder übernahm Dr. Mohammad Djavad Mohagheghi, ein langjähriger Unterstützer des Vereins, die Begrüßung des OB. Dr. Mohagheghi informierte Herrn Weil und die anwesenden Pressevertreter dann auch sogleich darüber, dass dieser Besuch in der Moschee zugleich wohl eine der letzten Gelegenheit ist, sich in den Räumlichkeiten aufzuhalten. Denn nach einem Eigentümerwechsel und der damit einhergehenden Mieterhöhung ist der Verein nicht mehr in der Lage, den aktuellen Standort über das Jahresende hinaus zu halten. Zudem sei die Suche nach einer Alternative bisher noch nicht erfolgreich gewesen, wie Dr. Mohagheghi bedauerte.

In der Zwischenzeit stieß Dr. Ali Ahmad Hussein, der Vorstandsvorsitzende des Vereins, trotz starker Erkältung zu der Besichtigungsgruppe und gab gleich einen kurzen Einblick in die Organisation des afghanisch-islamischen Kulturvereins: Das in Eigenregie umgebaute Gebäude sei eine „Multi-Kulti-Moschee“, da neben Menschen mit afghanischem Hintergrund auch regelmäßig Iraner und Libanesen zum Gebet oder anderen Veranstaltungen erscheinen. Ferner unterhalte man gute Kontakte zu anderen Moscheen im gesamten Stadtgebiet. Für in Deutschland geborene Kinder werden außerdem persische Sprachkurse angeboten, damit diese neben der deutschen auch ihre Muttersprache lernen können.

Weiter ging es mit einer kurzen Ansprache des Imams der Gemeinde, Dr. Hashemi, der über das Jahr verteilt insgesamt etwa zwei bis drei Monate in der Moschee anwesend ist. Er bedankte sich bei Oberbürgermeister Weil für sein Kommen und stellte die „guten Vorsätze“ des Vereins vor, die u.a. beinhalten, sich gegeneinander zu schätzen und zu respektieren. Auch der OB betonte in seinem folgenden Statement, dass seine Besuche in den Moscheen Hannovers vor allem ein Zeichen der Wertschätzung seien. Gerade jetzt sei das besonders wichtig Zusammenhalt zu zeigen, meinte Weil in Bezugnahme auf die über Jahre andauernde Mordserie einer Gruppe Rechtsradikaler in ganz Deutschland, die erst vor kurzem aufgedeckt werden konnte. „Man ist leider nie davor geschützt, wenn Einzelne sich auf diesen Irrweg begeben – doch die Stadt Hannover und die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sind tief erschüttert.“ Und weiter: „Wir dürfen in Deutschland nie wieder Fremdenfeindlichkeit zulassen.“

Der Oberbürgermeister ermunterte anschließend bei den gut zwei Dutzend Anwesenden Gemeindemitgliedern dazu, schon möglichst früh dafür zu sorgen, dass Kinder mit und ohne Migrationshintergrund zusammen aufwachsen und gemeinsam über Kitas und Krabbelgruppen ins Bildungssystem integriert werden. Die deutsche Sprache sei der Schlüssel für ein gutes Miteinander, von daher müsse sie von Anfang an gut beherrscht werden.

In der darauf folgenden Frage- und Diskussionsrunde stimmten die Anwesenden dem OB hinsichtlich der Sprachproblematik zu, verwiesen jedoch darauf, dass ein Großteil der Gemeinde sprachlich ohnehin bereits sehr gut gebildet sei. Gerade aus dem Iran kämen bspw. viele Studierende, die ihr Land ähnlich wie in früheren Jahrzehnten die Kaufleute nicht aus Armutsgründen verlassen, sondern um sich in Deutschland weiterzubilden und ihre Karriere voranzutreiben.

Zum Abschluss des gut einstündigen Besuchs stellte sich Oberbürgermeister Weil wie gewohnt für ein gemeinsames Foto zur Verfügung und bedankte sich noch einmal für die Gastfreundschaft des Vereins. Dessen Vorsitzender, Dr. Hussein, gab dem OB seinerseits mit auf den Weg, dass er „immer herzlich willkommen“ sei – vielleicht ja schon bald in neuen Räumlichkeiten.

Kennzeichner für einen Inhalt der Landeshauptstadt Hannover
Hintergrundinformationen zur Islamisch-Afghanischen Gemeinde Payame Nour e.V.  
Kurze Informationen zu Geschichte, Mitgliederzahlen, Standort in Hannover, religiöse Orientierung etc.


V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover


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