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Fernwärme-Ausbau mit Konzept

Fernwärmeabdeckung von enercity

Ausbau-Programm in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt fertig gestellt

In der Klima-Allianz 2020 betonten die Landeshauptstadt und Stadtwerke Hannover AG jüngst den wichtigen Beitrag der Fernwärme zum Klimaschutz. Um die Fernwärme aktiv zu vermarkten, haben sie inzwischen das Fernwärmeausbau-Programm Hannover vorgelegt. Nicht zuletzt aufgrund der Ende 2011 abgeschlossenen beendeten Modernisierung der Gas- und Dampfturbinenanlage im Heizkraftwerk Linden stehen zusätzliche hocheffiziente Fernwärmekapazitäten zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr lag die Anschlussleistung bei der Fernwärme bei 837 Megawatt. Mittelfristig ist beim Fernwärmeabsatz in Hannover eine zusätzliche thermische Anschlussleistung von weiteren rund 320 Megawatt realisierbar. Für die unmittelbar anstehende Akquise geht enercity von einer jährlichen Brutto-Zunahme der Anschlusskapazitäten um jährlich 15 MW aus. Ab 2016 schätzt der Fernwärmevertrieb rund 13 MW jährliche Steigerung. Der Anteil der Fernwärme am Wärmemarkt steigt damit von 22 Prozent (2005) auf fast 30 Prozent im Jahr 2020.

Für die Kunden ist Fernwärme auf Grund wettbewerbsfähiger Vollkosten sowie geringer Eigeninvestitionen und Wartungsaufwände attraktiv. Der effizienteste Einsatz der Fernwärme ist in Gebieten mit hohem Wärmebedarf und entlang des bestehenden Versorgungsnetzes möglich. Durch eine gezielte Vermarktung werden dort neue Kunden geworben. Die Landeshauptstadt unterstützt den Ausbau aktiv durch den Anschluss eigener Liegenschaften an die Fernwärme. Bereits heute werden 60 % ihrer Liegenschaften mit Fernwärme versorgt.

Der Vorteil von Fernwärme liegt darin, dass bei der Produktion in den hannoverschen Heizkraftwerken die eingesetzte Energie besonders effizient genutzt wird. Bei der so genannten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird gleichzeitig Strom und Wärme produziert. So können beim KWK-Prozess  im Vergleich zur getrennten Produktion von Wärme und Strom Primärenergieeinsparungen von 30 bis 70 Prozent erzielt werden. Ein perspektivischer Vorteil der Fernwärme ist die Möglichkeit des Wechsels des Energieträgers bei der Wärmeproduktion, wobei die Netztechnik einfach weiter genutzt wird. Langfristig können daher auch regenerative Energieträger einen Beitrag zur Wärmeversorgung leisten.

Daten und Fakten zur Fernwärme:

• Länge Fern-/Nahwärmeleitungen in Hannover 294 Kilometer (einschließlich Nahwärme-Inseln // entspricht etwa der Entfernung Hannover - Köln)

• Anschlussleistung aller Wärmeabnehmer: 837 MW (davon 12 MW Nahwärme)

• Fernwärmezähler im Netz: 4.780 (darunter viele in Mehrfamilienhäusern von Wohnungsgesellschaften)

• Wärmeabgabe (inkl. Nahwärme): 1.526 GWh (davon 282 GWh Nahwärme)

• Erzeugung: drei einspeisende Heizkraftwerke; ein einspeisender Industriekunde

• Pumpe mit maximaler Förderleistung (GKH Stöcken)   2.600 m3/h

• Umwälz- und Druckerhöhungspumpen im Netz der enercity Netzgesellschaft mbH: 46

(14 Druckerhöhungsstationen)

• Maximale Vorlauftemperatur (Winter) 120° C (Rücklauf: 90° C)

• Minimale Vorlauftemperatur (Sommer) 90° C

• Fließdauer GKH Stöcken - MHH Roderbruch (Winter, circa) 4,5 h

• Wassermenge im Fernwärme-Netz 40.000 m3

 



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