Dokumentation der Geschichte des Ortes Ahlem sowie die der Einwohner jüdischen Glaubens der Region Hannover.
Die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover dokumentiert im Wesentlichen die Geschichte dieses Ortes sowie die der Einwohner jüdischen Glaubens der Stadt Hannover und des ehemaligen Landkreises. Sie besteht seit 1987.
Ausgehend von der Gründung der Israelitischen Erziehungsanstalt 1893, informiert die Gedenkstätte über die Entwicklung dieser Bildungseinrichtung. Der Gründer der Schule, Alexander Moritz Simon, verfolgte das Ziel, die einseitige Wahl der Berufsbereiche, entstanden durch einengende Gesetzgebung für jüdische Bürger, zu beeinflussen und zu ändern. Der jüdischen Minderheit sollte durch die Ausbildung im Handwerk, Gartenbau und in der Landwirtschaft die Integration in Deutschland erleichtert und die Möglichkeit geschaffen werden, mit einem qualifizierten Beruf den Lebensunterhalt zu verdienen.
Die Israelitische Gartenbauschule Ahlem entwickelte sich zu einer weltweit anerkannten Bildungseinrichtung, und Ahlemer Schülerinnen und Schüler trugen entscheidend zum Aufbau des Staates Israel bei.
Das Ende dieser schulischen Einrichtung zeichnete sich ab, als 1941 die Geheime Staatspolizei Hannover auf dem Gelände der Schule eine Sammelstelle für Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager einrichtete. Später kamen ein "Polizei-Ersatzgefängnis" und eine Hinrichtungsstätte hinzu.
Heute werden im Rahmen der Gedenkstättenarbeit werden themenbezogene Führungen und Gespräche mit Zeitzeugen angeboten. Eine Mediothek befindet sich im Aufbau, und bereits heute können durch Videos die Aussagen der Dokumentation vertieft und ergänzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit Projekttage durchzuführen.