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Anderten auf dem Weg - zweiter Vortrag mit Bürgermeister Bernd Strauch - 09.06.2010

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09.06.2010

Anderten auf dem Weg: Was hat Anderten zu bieten, was fehlt?
– Vortrag des 1. Bürgermeisters Bernd Strauch

 

Bericht und Bilder: Frank Weber

(Mit Erlaubnis des Autors von der Web-Seite der ev.-luth. Gemeinde St. Martin übernommen - NANAnet Misburg-Anderten sagt danke.)


Gestern war unser Gemeindehaus wieder gut gefüllt. Konfirmandeneltern hatten ihren Elternabend, der Taufgedächtnisgottesdienst wurde vorbereitet und geprobt und dann auch noch der Vortrag »Was hat Anderten zu bieten? — Was fehlt?« von Bürgermeister Bernd Strauch. Ist das nicht alles zu viel?

Ganz im Gegenteil, denn der Andrang an Besucherinnen und Besuchern war wieder beachtlich. Anderten ist ein Thema, das den Menschen hier am Herzen liegt. So waren auch aus Vereinen und Politik viele da, die sich dafür interessierten, was denn dem Bürgermeister als Stärke (oder eben als Schwäche) unseres Stadtteils auffiel. Herr Strauch aber hatte vor allem Daten einerseits und Einschätzungen aus Befragungen andererseits dem Publikum zu bieten. Dennoch hielt er mit seiner eigenen Einschätzung nicht hinter dem Berge. Er wies darauf hin, dass vielfach, etwa hinsichtlich der »gefühlten Kriminalität« es ganz wichtig sei, wie die Frage gestellt werde. — Tagsüber fühlen sich fast alle in Anderten sicher. Andererseits fehle wirklich ein Angebot für bestimmte Jugendliche, die eben leider nicht von Feuerwehr, Sport oder Kirchengemeinde erreicht würden. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, eben auch in die Vereine, in das kulturelle Leben, das seien Herausforderungen, vor denen wir in ganz Hannover stehen. In Anderten aber stehen wir besser da, so Herr Strauch, weil es eine Gesprächskultur der kurzen Wege gebe. Die unter­schiedlichen Menschen seien bereit, unbürokratisch mitzudenken und mitzumachen.

Anderten fehle teils eine gefühlte Mitte, vielleicht mit einem Markt. Herr Weidemann wies darauf hin, dass der Bezirksrat in dieser Hinsicht bei der Stadt nicht locker lassen werde. Aber allen war klar: Wir haben eine sehr gute Situation in Anderten getroffen. Durch Bus und Bahn sind wir hervorragend an die Stadt angebunden und das macht es für Pendler und junge Menschen attraktiv, in Anderten zu leben. — Das Angebot an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder (gerade erforderlich für Alleinerziehende) ist gut und ein großer Teil der Angebote für Senioren liegt in Kleefeld, Kirchrode und Anderten.

Gaim und Grünzone am Kanal, Tiergarten und Kronsberg werden als Naherholungsgebiete geschätzt und mittlerweile ist die Gastronomie (mit Möglichkeit zu parken) und auch das Einkaufssortiment für den täglichen Bedarf gut. Mit Mühe ist ein Supermarkt Am Tiergarten erhalten, so dass auch Seniorinnen und Senioren und weniger mobile Menschen ein Angebot in ihrer Nähe finden.

Kurz: Anderten ist nicht perfekt, es gibt »wunde Punkte«, aber im Ganzen gesehen ist es ein geschätzter und beliebter Stadtteil, gerade auch bei denen, die hier leben.

(Die Bilder dürfen unter Namensnennung und Wahrung der Rechte der Abgebildeten gerne redaktionell benutzt werden).

Frank Weber


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Referent; Erster Bürgermeister Bernd Strauch

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Pastor Kühl dankt Bernd Strauch

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