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Herbstliche Impressionen am Mittellandkanal - 10.10.2009

00 Herbst am Mittellandkanal-Header

09.10.2009

Herbstliche Impressionen am Mittellandkanal

Sowohl unterhalb als auch oberhalb der Hindenburgschleuse zeigt uns die Natur ihre ganze Fülle herbstlicher Farbenpracht. An den Ufern und Böschungen dominiert das bunte Laub der Büsche und Bäume und taucht
so das Naherholungsgebiet am Mittellandkanal in einen warmen Farbenmix.

Uwe Krahforst hielt dies Schauspiel mit seiner Kamera nördlich und südlich der Drei Brücken fest.
Gisbert Selke fotografierte unterhalb und oberhalb der Hindenburgschleuse.


 

16 Frühherbst am Mittellandkanal IV
Westufer des Mittellandkanals - Blick auf die Brücke "Hannoversche Straße"

15 Frühherbst am Mittellandkanal-Drei Brücken
Unter den Drei Brücken

14 Frühherbst am Mittellandkanal-Westufer
Leinpfad und Böschung am Westufer zwischen den Eisenbahnbrücken


Herbstblatt

bist nur
Herbstblatt
taumelnd im Winde

Morgen
wirst du die Welt sehen
mit anderen Augen

All dein Sehnen
mündet in Freude
ob des Funkelns
der Sterne.

© Karin Rohner 2003


09 Frühherbst am Mittellandkanal
Herbststimmung am Mittellandkanal unterhalb von Misburg-Süd

12 Enten am Mittellandkanal
Entenparade

06 Spinnennetz am Gänsebusch I
Spinnenetz am Gänsebusch


Im Herbst

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

Busch, Wilhelm (1832-1908)


 

08 Spinnennetz am Gänsebusch III
Spinnennetz am Gänsebusch


Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)


 

10 Herbstmond I
Herbstmond über dem Kanal

11 Frühherbst am Mittellandkanal II
Westufer mit Herbstmond


Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Christian Friedrich Hebbel (1813-1863)


 

13 Himbeeren im Herbst
Am Gänsebusch

17 Frühherbst am Mittellandkanal V
Vorhafen der Hindenburgschleuse - Unterlauf

18 Frühherbst am Mittellandkanal VI
Vorhafen der Hindenburgschleuse - Oberlauf


O trübe diese Tage nicht

O trübe diese Tage nicht,
Sie sind der letzte Sonnenschein,
Wie lange, und es lischt das Licht
Und unser Winter bricht herein.

Dies ist die Zeit, wo jeder Tag
Viel Tage gilt in seinem Wert,
Weil man's nicht mehr erhoffen mag,
Dass so die Stunde wiederkehrt.

Die Flut des Lebens ist dahin,
Es ebbt in seinem Stolz und Reiz,
Und sieh, es schleicht in unsern Sinn
Ein banger, nie gekannter Geiz;

Ein süßer Geiz, der Stunden zählt
Und jede prüft auf ihren Glanz,
O sorge, dass uns keine fehlt
Und gönn' uns jede Stunde ganz.

Theodor Fontane (1819 - 1898)


 

19 Frühherbst am Mittellandkanal VII
Westufer des Mittellandkanals südlich der Schleuse - Blick auf den Kronsberg

20 Frühherbst am Mittellandkanal VIII
Westufer des Mittellandkanals vor der Gaim


Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
(Herbst 1902)


 

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