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Umweltministerium steht zum Projekt "Hannoversche Moorgeest"

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Hannover; 23.03.2011

Birkner: Umweltministerium steht zum Beschluss des Projektausschusses

Hannover. „Das Niedersächsische Umweltministerium stellt in Abstimmung mit der Region Hannover klar: Wir stehen ohne wenn und aber zu dem Projekt ‚Hannoversche Moorgeest'", erklärte am (heutigen) Mittwoch Umweltstaatssekretär Birkner nach einem Gespräch mit Regionsvertretern. Das Projekt soll so umgesetzt werden, wie der Projektausschuss es gebilligt hat. „Umweltminister Sander steht zu seiner Aussage, dass das Projekt nicht gegen den Willen der Nutzer und Eigentümer der betroffenen Flächen betrieben wird", erläuterte Birkner. Dazu gehöre auch, dass eine Beschränkung des Projektgebietes auf die Kernfläche beibehalten bleibe und keine zusätzlichen Flächen im Randgebiet in Anspruch genommen würden. Genau dies werde aber seitens des Bundesamtes für Naturschutz weiter gefordert. „Mit einer Förderung aus dem EU- Programm Life+ ist eine solche Kerngebietserweiterung nicht erforderlich", hob der Staatssekretär hervor.

Die "Hannoversche Moorgeest" stellt den größten zusammenhängenden Hochmoorkomplex in Niedersachsen dar. Die Moore bieten einen für Deutschland einmaligen Lebensraum für eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt mit einer großen Zahl von bundesweit gefährdeten Tierarten, wie Kornweihe, Kranich, Sumpfohreule, Raubwürger, Rebhuhn, Bekassine, Moorfrosch und Kreuzotter. Auch selten gewordene Pflanzen wie der Sonnentau sind in der „Hannoverschen Moorgeest" noch zu finden. „Unser Hauptziel ist und bleibt es, diese für Nordwestdeutschland typische Landschaft langfristig zu sichern", betonte Birkner.

Das dafür in Frage kommende Programm LIFE+ ist das spezielle Förderprogramm der EU für die Europäischen Vogelschutz-/ und FFH- Gebiete. In Niedersachsen sind bisher acht große Naturschutzprojekte mit EU-Mitteln aus dem LIFE-Programm gefördert worden. „Wir gehen davon aus, dass für das geplante Life+ Pro-jekt ‚Hannoversche Moorgeest' beste Chancen für eine Bewilligung durch die Kommission bestehen", erklärte Staatssekretär Birkner. Auch die Vertreter der Region Hannover betonten, dass das Interesse an einer Umsetzung des Projektes „Hannoversche Moorgeest" unverändert besteht. Die Verwaltungsspitze der Region hat signalisiert, dass sich diese auch im Rahmen des EU-Förderprogrammes Life+ beteiligen würde. „Eine Einladung an die Mitglieder des Projektausschusses wird sehr kurzfristig erfolgen, denn der Erfolg des Projektes kann nur gemeinsam erreicht werden", fasste Birkner zusammen.



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