Die Geschichte Vinnhorsts war lange Zeit nicht sehr bedeutend. Um 1397 bot eine flache eiszeitliche Düne ausreichend trockenes Ackerland, um einen Voll- und zwei Halbmeierhöfe zu ernähren. Im 16. Jahrhundert gruppierten sich einige Brinksitzer hinzu, kleine Höfe mit sehr wenig eigenem Land. Die Nachbarn „Heinholt“, „Stöckenheim“ und „Gotteshorn“ hatten mehr fruchtbare Böden und daher auch mehr Höfe und Einwohner. Vinnhorsts große Stunde schlug als die „Wachstuchmacherey vor dem Steintore“ ihren Sitz in die Vinnhorster Feldmark verlegte und dort die Wachs- und Ledertuchfabrik erbaute. 1914 folgte der Vinnhorster Güterbahnhof und mit seinem Bau weitere Unternehmen. Als 1916 der Mittellandkanal mit dem Brinker Hafen in Betrieb genommen wurde, war in Vinnhorst ein bedeutender Industriestandort entstanden.