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„Großes Freies“ lautet der historische Name für die Gegend im Bereich der Stadt Sehnde. Dieser Landschaftsraum im Südosten der Region befindet sich im Gebiet der Lössbörden. Wie ein Band liegt die Bördenlandschaft vor den Ausläufern des Niedersächsischen Berglandes (Deister). Die Leine trennt die Hildesheimer Lössbörde im Westen von der Calenberger Lössbörde im Osten. Vom Straßenbahnmuseum in Richtung Mittellandkanal fahrend, führt am Stichkanal Hildesheim ein Abstecher nach etwa einem Kilometer zur Schleuse Bolzum. Auf der rechten Seite des Mittellandkanals ist die Abraumhalde des ehemaligen Kaliwerks „Friedrichshall“ zu sehen. Wo die Kreisstraße 143 von Wassel nach Bilm den Wald durchquert, sind sieben flache Hügelgräber aus der Bronzezeit zu entdecken. Weitere gibt es im Mastbrucher Holz bei Laatzen und beim Benther Berg. In der Gaim, einem sumpfigen Waldgebiet zwischen Wassel und Wülferode, finden sich noch Überreste der alten Peiner Heerstraße. Etwas weiter östlich des Weges, in Höver, wird seit 1906 in einem riesigen Steinbruch der Kalkmergel abgebaut. In den Bereichen der Mergelgruben, in denen die Vorkommen erschöpft sind, entwickelt sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzen. Pflanzen und Tiere erobern die kahlen weißen Böden zurück und in kleinen Tümpeln schimmert tiefgrünes Wasser.
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