Seit rund 100 Jahren wird auf dem Wassergewinnungsgelände der Stadtwerke Hannover in der Leineaue bei Laatzen Trinkwasser gefördert. Bei genauem Hinsehen entdeckt man links und rechts des Weges etwa 1 Meter tiefe Mulden, die für die Wasserversorgung Hannovers eine wichtige Rolle spielen. Der Leine wird mit Hilfe eines Schöpfwerkes zunächst Wasser entnommen. Nachdem dies zur Sauerstoffanreicherung über Kaskaden geleitet und in zwei Vorklärbecken in gereinigt wurde, überlässt man es der Versickerung, um die letzten Schmutzteilchen auszufiltern. Auf diese Weise gereinigt, werden 12.000 Kubikmeter ehemaligen Leinewassers wieder zu Tage gefördert und im Grasdorfer Wasserwerk nochmals gefiltert. Da das Leinewasser relativ kalkreich und hart ist wird es mit Harzwasser gemischt und in das Versorgungssystem der Stadtwerke eingespeist. Um das Trinkwasser nicht mit Schadstoffen zu belasten, sind im Grasdorfer Wasserschutzgebiet naturverträgliche Wiesen und Weidenutzung vorgeschrieben. Düngung ist untersagt. Das kommt seltenen Pflanzen und Tieren ebenfalls zugute.