Region Hannover
Richtlinie „Selbst schrauben und abstauben“
Fahrradmobilität ist ein zentraler Bestandteil für eine Verkehrswende hin zu einer nachhaltigen Mobilität. Die Fähigkeit, selbst ein Fahrrad reparieren zu können, trägt zu einer Schonung von Ressourcen bei, sie schafft eine höhere Identifikation mit dem Fahrrad und sie ermöglicht eine größere Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Reparierenden.
Im Rahmen des Sparkassenbriefs N+ stellt die Sparkassenstiftung Hannover 10.000 € für die eigenständige Reparatur von Fahrrädern zur Verfügung. Gemeinnützig organisierte Fahrradwerkstätten oder Vereine, in denen Räder kostenlos repariert, Spendenräder aufbereitet und an Bedürftige vermittelt werden oder die Selbsthilfe-Angebote zur Verfügung stellen sollen unter anderen dadurch unterstützt werden.
Was wird gefördert?
Förderfähig mit bis zu 1.000 € sind Maßnahmen, durch die eine (angeleitete) Selbstreparatur von Fahrrädern unterstützt wird, wie zum Beispiel Werkzeuge, Verbrauchsmaterialien, Reparaturkurse oder die Möglichkeit die Selbsthilfe-Öffnungszeiten zu verlängern. Dadurch können Mobilität, Teilhabe und Klimaschutz insbesondere auch bei Menschen, die sich eine teure Reparatur nicht leisten könnten, sichergestellt werden.
Wer kann einen Antrag stellen?
Antragsberechtigt sind:
- Örtliche Vereine,
- Verbände,
- Kirchengemeinden,
- Schulen,
- Kindertagesstätten,
- (Selbsthilfe-)Fahrradwerkstätten unter sozialer Trägerschaft,
- Städte & Gemeinden,
- sonstige dem Wohl der Allgemeinheit dienende Organisationen sowie
- ehrenamtlich tätige Bürger*innen mit (Wohn-)Sitz in der Region Hannover.
Wo erhalte ich die Antragsunterlagen?
Anträge können ab dem 20. August unter E-Mail selbstschrauben@region-hannover.de gestellt werden, hierüber erhalten Sie auch die Antragsunterlagen. Die Förderrichtlinie enthält alle Informationen zur Antragsstellung (unter 6.) und zum gesamten Förderverfahren.
Fahrradoffensive der Region Hannover
Das Förderprogramm ist Teil der „Fahrradoffensive“ der Region Hannover. Diese hat zum Ziel, Menschen, die bisher keinen Zugang zu einem Fahrrad haben, die Vorteile des Radfahrens näherzubringen. Studien wie Social2Mobility zeigen, dass besonders armutsgefährdete oder migrantische Gruppen oft Hürden bei der Nutzung eines Fahrrads erleben – obwohl es ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben deutlich verbessern könnte. Die Fahrradoffensive will hier ansetzen und plant in ausgewählten Kommunen spezielle Angebote.
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