Flauschiger Vikunja-Nachwuchs
Im Vikunja-Gehege wärmt der am 16. Oktober geborene Paulo die Herzen der Besucher mit nur einem einzigen Blick. Das goldbraune Fell glänzt wie die Herbstsonne, selbst, wenn das Mini-Kamel das Gehege erkundet.
Mutter Bika und Vater Charles haben bei Paulos Entdeckertouren immer ein Auge auf ihn gerichtet. Schließlich ist der Kleine von ganz besonderem Wert und das nicht nur für die stolzen Eltern.
In freier Wildbahn, in den Anden, wurden Vikunjas aufgrund ihrer feinen Wolle gejagt. Für die feine Wolle gehen die Jäger weite Wege. Das sandfarbene bis goldene Fell wird zu einer der begehrtesten und teuersten Wollarten auf der Welt verarbeitet. Mittlerweile gilt das Vikunja aber als nicht mehr bedroht.
Vikunjas gehören zur Familie der Kamele. In der großen Familie sind sie die Kleinsten mit gerade mal einem Meter Schulterhöhe und wiegen nur knapp 60 Kilogramm. Die Kleinkamele mit dem seidenweichen Fell leben in geschlossenen Familienverbänden in den Hochebenen der Anden. Bei Vikunjas handelt es sich um wachsame, scheue Tiere, die sehr schnell flüchten. Sie hören, sehen und riechen ausgezeichnet und wenn sich ein Feind nähert, stoßen sie einen hellen Warnruf aus, der jede Sopranistin vor Neid erblassen ließe.