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Neue Affenart im Erlebnis-Zoo
Der Erlebnis-Zoo Hannover hat neue Bewohner. Eine besonders hübsche Unterart der Lemuren, die Roten Varis, hat ihr neues Gehege bezogen.
Rote Varis sind die größte Unterart der Lemuren und gelten als gemütliche Zeitgenossen. Sie sind zwar nicht so langsam unterwegs wie die Faultiere im Urwaldhaus, aber auch nicht so flink wie die Weißkehlmeerkatzen im Gehege nebenan. Sie haben eben ihr eigenes Tempo, dass sich schlagartig erhöht, wenn es ums Futter geht. Kaum steht die Schale mit frischem Obst im Gehege, flitzen die Varis aus allen Ecken wie rotbraune Blitze hervor und kommen erst kurz vorm Obstsalat zum stehen. Kurz umsehen, vorsichtig schnuppern und dann beherzt zugreifen.
In freier Wildbahn kommen die Varis nur auf der Masoala-Halbinselim nordöstlichen Madagaskar vor. Jetzt leben aber auch einige Exemplare in Hannover.
Die hübschen Affen wurden in der Vergangenheit nicht immer als nette Gesellen empfunden. Der erste Eindruck von Madagaskar war für die Entdecker aus Europa im 16. Jahrhundert alles andere als positiv. Sie dachten, sie stünden Lemuren gegenüber. Damals war "Lemur" noch nicht die Bezeichnung für die niedlichen Halbaffen, sondern aus dem alten Rom bekannt und beschrieb Geister, die ihre Angehörigen heimsuchten.
Mittlerweile weiß man aber, dass Lemuren (die Halbaffen, nicht die Geister) liebenswert sind, die lieber ausgiebig in der Sonne baden, als Menschen zu erschrecken.
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