Statistik

Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021 veröffentlicht

Die Statistikstelle der Stadt Hannover hat im Juli 2021 die Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021 veröffentlicht. Die Pandemie zeigt erste sichtbare Auswirkungen auf Zu-, Fort- und Umzüge, die Zahl der Sterbefälle ist leicht gestiegen.

Die Zahlen der nach Hannover zu- und von Hannover wegziehenden Menschen ist im vergangenen Jahr 2020 spürbar gesunken. Im Vergleich zu 2019 sind 2020 insgesamt 4.835 Personen weniger von außerhalb in die niedersächsische Landeshauptstadt zugezogen. Das entspricht einem Rückgang um 14 Prozent. Das Gesamtvolumen der Fortzüge bleibt in 2020 ebenfalls deutlich hinter den Zahlen von 2019 zurück, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt wie bei den Zuzügen: 2020 sind 30.189 Menschen weggezogen. Das waren 2.890 weniger als 2019 – ein Rückgang von 8,7 Prozent. Die Zahl der Sterbefälle ist leicht gestiegen.

Spürbar weniger Austausch mit dem Ausland

Differenziert nach zusammengefassten Herkunftsgebieten zeigt sich, dass insbesondere Zuwanderungen aus dem Ausland ausgeblieben sind. Während die Zuzüge aus der Region Hannover, den anderen niedersächsischen Städten und Gemeinden sowie aus den übrigen Bundesländern in der Summe um 1.571 (rund 6,4 Prozent) im Vergleich zu 2019 zurückgegangen sind, fallen die Zuzüge aus dem Ausland im Corona-Jahr um 34,7 Prozent von 8.295 auf 5.413 (minus 2.882 Zuzüge).

Auch der Rückgang der Fortzüge aus Hannover ist im Wesentlichen auf die Wanderungsbeziehungen mit dem Ausland zurückzuführen: So zogen 2019 insgesamt 3.595 Personen aus der Landeshauptstadt über die Grenzen des Bundesgebietes fort, 2020 waren es dagegen mit insgesamt 2.544 genau 1.051 Fälle weniger. Das entspricht einer Abnahme um 29,2 Prozent. Während die Anzahl der Fortzüge in das regionsangehörige Umland der Landeshauptstadt Hannover im Vergleich zum Vorjahr mit einem leichten Zuwachs von 0,2 Prozent (plus 23 Zuzüge) nahezu unverändert hoch geblieben ist, sind die Fortzüge in das übrige Gebiet des Landes Niedersachsens (minus 130 oder minus 1,9 Prozent) geringfügig, in die übrigen Bundesländer etwas deutlicher (minus 821 oder minus 9,5 Prozent) zurückgegangen.

Einschränkungen im Reiseverkehr, Einschränkungen im Ausbildungsbetrieb der Hochschulen und Fachhochschulen sowie die wirtschaftliche Entwicklung und der damit verbundene rückläufige Bedarf an Arbeitskräften führte zu einer Verschiebung oder gar dem Ausbleiben eines geplanten Zu- oder Fortzugs.

Innerhalb der Stadt wurde ebenfalls weniger "gewandert": Im Jahr 2020 sind 33.571 Personen innerhalb der Stadt umgezogen – und somit 1.795 weniger als 2019. Das entspricht einem Rückgang von 5,1 Prozent.

Zahl der Sterbefälle leicht gestiegen

Mit stadtweit 5.539 Sterbefällen lag das Jahr 2020 geringfügig über dem Vorjahreswert mit 5.368 (plus 171 Fälle), weicht aber nicht nennenswert von den Werten der Jahre 2016 bis 2019 ab. Erkennbar sind die Auswirkungen der beiden Infektionswellen mit leicht überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen und von März bis Mai 63 und von Oktober bis Dezember 135 Todesopfer forderten. Über das Jahr 2020 gab es stadtweit insgesamt 210 Sterbefälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 standen.

Publikation mit Sonderkapitel zu den Wahlen

Die beschriebenen Wanderungsbewegungen sind Teil der von der städtischen Statistikstelle herausgegebenen "Strukturdaten für die Stadtteile und Stadtbezirke 2021". Die Publikation enthält darüber hinaus Informationen zu den Themenfeldern Flächennutzung, Bevölkerung, Gebäude und Wohnungen, Arbeitsmarkt, Soziales, Niederlassungen von Unternehmen, Kraftfahrzeuge sowie Verkehrsunfälle. Die stadtteil- und stadtbezirksbezogen aufbereiteten Zahlen können hier abgerufen werden:

Neben weiteren Ausführungen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bevölkerungsstatistik beinhaltet die Veröffentlichung ein Sonderkapitel, das mit Fokus auf die Wahlen im September 2021 einen kurzen Überblick über die jeweils vergangenen Bundestags- und Kommunalwahlen sowie einen Einblick in die aktuellen Strukturen der Bundestagswahlkreise und der Kommunalwahlbereiche in der Landeshauptstadt Hannover gibt.