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"Sport im Park" bietet Schach für Jung und Alt

Auch in Zeiten der Pandemie erfreut sich der Schach-Sport besonders bei jungen Spieler*innen wieder an großem Zulauf. 

Der Schach-Sport erfreut sich derzeit wieder an großem Zulauf – besonders bei jungen Spielern*innen. Auch in Zeiten der Pandemie.

Das mentale Kräftemessen am Brett lässt sich gut mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand vereinbaren. Während man sich körperlich beim Urban Cross Fit für Familien mit Springseil, Gummizug und Hantel fit gemacht hatte, nehme ich dieses Mal ein Angebot von Sport im Park unter die Lupe, bei dem anstelle der Muskeln, der Kopf gefordert ist.

Am Cross Fit Park gelegen zwischen dem Sportleistungszentrum und dem Maschsee stehen sich an diesem Donnerstagnachmittag ein Mann und ein siebenjähriger Junge am Schachbrett gegenüber und bewegen zielstrebig die jeweiligen Figuren. "Wir üben immer wieder die Eröffnung, das bekommt er schon gut hin", erzählt Marcello Sanasi. Er ist Schachtrainer und Abteilungsleiter beim Hannoverschen Sportverein von 1896.

Die Anzahl der Teilnehmer ist ganz unterschiedlich

Aufgebaut sind drei Schachfelder. "Mehr dürfen wir im Moment wegen Corona sowieso nicht aufstellen", erklärt der Trainer. An diesem Nachmittag reicht es ohnehin, denn heute ist nur ein eifriger Schüler da, aber das sei laut Sanasi ganz unterschiedlich. "Angemeldet sind für heute eigentlich drei Kinder, was momentan die maximale Teilnehmerzahl ist. Die kommen vielleicht ein bisschen später."

Dieses Mal bescheren mir meine demolierten Zehen keine wirkungsvolle Ausrede wie noch beim Cross Fit und so stehe ich, ehe ich mich versehe, selbst am Schachbrett. Mir gegenüber ein motivierter Siebenjähriger. Ich weiß gerade einmal, dass die Dame wertvoller ist als ein Bauer und ich möglichst lange versuchen sollte meinen König zu schützen. Doch dieses Basiswissen hilft mir nur bedingt weiter und so ist bereits nach fünf Zügen Schluss für mich.

Häufig spielt Schach in den Familien schon vorher eine Rolle

Ich frage Sanasi, ob das Schachspielen häufig in den Familien weiter getragen wird. Seine Antwort lautet: "Definitiv! Die meisten kennen die Regeln von ihren Großeltern oder Eltern und haben schon einmal gespielt. Letzte Woche kam eine Frau mit ihren beiden Töchtern vorbei, die waren auch sehr interessiert und haben schnell dazugelernt. Das Besondere am Schach ist eben, dass man es mit seiner Mutter oder seinem Opa generationsübergreifend im Team zusammen spielen kann, wo gibt es sowas sonst?"

Mit dem August endet auch der Sport im Park. Doch im nächsten Jahr geht es mit Sicherheit von neuem los, vielleicht ohne Sicherheitsabstand und begrenzter Teilnehmerzahl.  

Von Marian Swiderke