Extras

Zuletzt aktualisiert:

Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise

Alleinerziehende leiden besonders

Die Corona-Krise trifft Alleinlebende besonders hart: Von den Kontaktbeschränkungen außerhalb des eigenen Haushalts sind vor allem sie betroffen.

Das Statistische Bundesamt teilte kürzlich mit, dass rund 42 Prozent der Alleinlebenden in Großstädten ab 100.000 Einwohner wohnen. Im Stadtgebiet Hannover leben fast 163.000 Menschen allein, darunter rund 27.000 unter 27-Jährige und jeweils rund 50.000 27 bis 44-Jährige und 60-Jährige und ältere.

Hannover gilt bundesweit als "Single-Hauptstadt": In 54,5 Prozent der hannoverschen Haushalte lebt eine Person allein, ohne weitere Mitglieder im Haushalt.

Junge Erwachsene und Hochaltrige

Alleinlebende sind in allen Altersgruppen vertreten (siehe Grafik der Koordinierungsstelle Sozialplanung). Überdurchschnittlich häufig leben junge Erwachsene im Ausbildungs- und Studierendenalter allein: Fast 40 Prozent der 18 bis 26-Jährigen. Unter den Hochaltrigen (85 +) ist das Alleinleben die Regel: Nahezu 57 Prozent leben allein, meist sind es Frauen.

Stadtteilunterschiede

Innenstadtnahe und teils studentisch geprägte Stadtteile haben die höchsten Anteile an Einpersonenhaushalten: Unter anderem in Mitte, Calenberger Neustadt, Nord-, Ost und Südstadt und Linden-Nord sind 63 und mehr Prozent der Haushalte Einpersonenhaushalte. 

Einsam im Lockdown

Wer allein lebt ist nicht zwangsläufig isoliert und einsam. Im Gegenteil: Laut einer Studie des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP)[1] sind Alleinlebende im Lockdown bisher am besten zurechtgekommen, während Alleinerziehende besonders darunter leiden. Aber: Kontaktbeschränkungen, Homeschooling, virtuelles Studieren und eingeschränkte Freizeit- und Treffmöglichkeiten können das Risiko sozialer Isolation und Einsamkeit verstärken, ebenso gesundheitliche und Mobilitätseinschränkungen.

Hier gibt es Hilfe:

Für Kinder und Jugendliche

Für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

  • Beratungstelefon der Jugend- und Familienberatung der Landeshauptstadt Hannover 168 49000 (Mo – Fr: 13 – 15Uhr)

Für Erwachsene

Für Eltern, darunter Alleinerziehende 

  • * Jugend- und Familienberatung Stadt Hannover: 168 – 49000 *
  • VAMV 39 11 29
  • [1] Elterntrennungsberatung der Landeshauptstadt Hannover Telefonische Anmeldung 0511 168 46383 ( Mo. – Fr. 8 – 13 Uhr)
  • Verband alleinerziehender Mütter und Väter Hannover Tel: 39 11 29 (werktäglich von 9 – 10Uhr)
  • * Telefonseelsorge: Tel.: 0800/11 10 111 oder 11 10 222  *
  • Deutsche Depressionshilfe 0800 – 3344533
  • * www.nebenan.de Nachbarschaftshilfe Corona-Tel.: 0800 / 866554

Für Senior*innen

  • * Seniorentelefon der Stadt Hannover Tel. 0511 / 168 – 42345  * Silbernetz e.V. 0800 4708090 www.silbernetz.org

1 https://www.soep-cov.de/     

Autorin: Dr. Silke Mardorf

Dezernat für Soziales und Integration
Koordinationsstelle Sozialplanung
0511/168-46966