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Maßnahmen

Wie geht es weiter nach den Ferien

Die Kitas in Hannover haben seit dem 1. August wieder den Regelbetrieb aufgenommen.

Mit Erleichterung haben Kinder, Eltern und Kitas die Pressemitteilung des Kultusministers Grant Hendrik Tonne zum "weitgehenden Regelbetrieb" in Kitas aufgenommen. Doch sind die Kitas damit schon wieder im Alltag zurück?

Seit dem 16. März waren aufgrund des Coronavirus Kitas und Horte geschlossen. Das belastete Eltern, Kinder und das Personal der Kitas außerordentlich. In mehreren Stufen hat das Land Niedersachsen Lockerungen für den Betrieb von Kitas eingeführt, um mit dem Beginn des Kitajahres 2020/21 alle Kinder wieder in den Kitas betreuen zu können.

Bisher ist die Strategie des Kultusministeriums aufgegangen. Kitas sind keine Corona-Hotspots. Insgesamt ist das Infektionsgeschehen in Niedersachsen und der Stadt Hannover gering. Die Corona-Verdachtsfälle in Kitas waren bis auf ganz wenige Ausnahmen negativ.

Was ändert sich?

Es besteht wieder der Rechtsanspruch für Kinder ab 1. Jahr bis zum Schuleintritt. Ein neuer Rahmen-Hygieneplan des Kultusministeriums gibt den Kitas vor, unter welchen Bedingungen ein halbwegs normaler Kitabetrieb in Zeiten von Corona möglich ist.

Neu aufgenommene Kinder können eingewöhnt werden und Eltern unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandregeln wieder die Kitas betreten. Die Kinder können sich wieder "frei" in der Kita und auf dem Außengelände bewegen, und die Gruppen können wieder durchmischt werden. Früh- und Spätdienstangebote sind dadurch wieder besser für die Kitas zu organisieren. Auch "Externe" dürfen Kitas wieder betreten. Dadurch können Kooperationen mit z. B. Musikschulen, Yogalehrer*innen, Vorlesepatenschaften und vieles mehr wieder aufgenommen werden.

Doch Vorsicht!

Alle diese Maßnahmen zur Rückkehr in die Kita-Normalität stehen unter Vorbehalt. Kitaleitungen und Träger entscheiden vor Ort, wie der Rahmen-Hygieneplan umgesetzt wird. Das kann zu unterschiedlichen Regelungen bei Kitas verschiedener Träger führen. Zum Beispiel dürfen in der einen Kita Eltern ihre Kinder bis in die Gruppe bringen, in der anderen Kita müssen die Eltern nach wie vor ihre Kinder an der Tür den Erzieher*innen übergeben. Dieses geschieht dann nicht aus Willkür, sondern soll dem Schutz von Kindern, Eltern und Mitarbeiter*innen dienen. Bitte zeigen Sie in solchen Fällen Verständnis und lassen Sie sich die Maßnahmen vom Kitapersonal erklären.

Sollten die Infektionszahlen in Hannover wieder steigen, kann es jeder Zeit wieder zu Einschränkungen in der Betreuung kommen. Das Kultusministerium hat dafür drei Szenarien entwickelt:

- Szenario A: Regelbetrieb (darin befinden wir uns mit der vollumfänglichen Betreuung im Moment)

- Szenario B: (Kitas im eingeschränkten Notbetrieb)

- Szenario C: Quarantäne, Shutdown und Notbetreuung)

Aber auch Erkrankungen des Personals und insbesondere, wenn Erzieher*innen selber zur Risikogruppe gehören, können zu Einschränkungen bei der Betreuung führen. 

Nach wie vor gilt, die Eindämmung des Coronavirus steht an oberster Stelle. Die Vermeidung von Ansteckungen, der Schutz von Risikogruppen und das Einhalten der Hygieneregeln sind weiter geboten. Wir sollten alle dazu beitragen, dass die Infektionszahlen niedrig bleiben. Deshalb folgen Sie bitte den Anweisungen des Personals in den Kitas zu den Hygiene- und Abstandsregeln.

Bleiben Sie gesund!

Von: Andreas Schenk