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Leben ohne Schule

„Freue mich schon auf‘s Knuddeln“

Eine Schülerin und eine Lehrerin berichten, wie sie die Zeit ohne Schule während der Corona-Krise erlebt haben.

Wie für sie die Zeit ohne Schule war? „Total langweilig. Ich bin ganz selten hinausgegangen, wusste gar nicht wohin. Meine Freunde konnte ich ja nur anrufen“, erzählt Emily (Name von der Redaktion geändert). Die Neunjährige ist einer der ersten Schüler*innen ihrer Grundschule in Vahrenwald, die seit wenigen Tagen wieder unterrichtet werden darf. Wie sie sich die Zeit ohne Schule vertrieben hat? „Meistens habe ich Bücher gelesen, ferngesehen, Videospiele gespielt oder bei Youtube reingeschaut.“ Natürlich habe sie auch etwas für die Schule erledigt: „Unsere Hausaufgaben kamen von unserer Klassenlehrerin per email. Wenn die erledigt waren, mussten wir davon ein Foto zurückschicken“, berichtet die Viertklässlerin. Zwar freut sich sie sich wieder die Schule besuchen zu dürfen, Normalität aber sieht für sie anders aus: „Der Abstand zu den anderen Kindern ist richtig doof. Jetzt kann man nicht mal mehr Fangen spielen.“ Worauf sie sich am meisten freut nach der Krise? „Aufs Knuddeln“, sagt sie und lacht.

Ihrer Lehrerin Bettina Werner ((Name von der Redaktion geändert) geht es nicht anders: „Es war schrecklich, die Kinder nicht zu sehen. Und auch die Ungewissheit, wie es weitergeht.“ Dennoch behielt die 46-Jährige den Kontakt zu ihren Sprösslingen: „Ich hatte immer Kontakt zu meinen Schüler*innen – per Email, Whats App oder auch telefonisch“, berichtet sie. Was sie am meisten vermisst? „Den regulären Unterricht. Ich kann es kaum erwarten.“

Von Alexandra Rust