Familienblog

Wenn mein Kind mich wütend macht....

Davon bleibt kein Elternteil verschont, und es gehört einfach dazu: Manchmal kann mich mein Kind SO WÜTEND machen!

Nicht ungewöhnlich: Manchmal können Kinder Eltern wütend machen. Foto: Marion Coers

Es ist, als drücke mein Kind dann meinen Wut-Knopf – es kennt mich schließlich schon sein Leben lang und weiß genau, wo er ist und wie er zu drücken ist … und schon geht Mama/Papa an die Decke.

Es ist sehr reizvoll für den Nachwuchs, „die Puppen (Eltern) tanzen zu lassen“, und das Machtgefühl zu spüren, das damit einhergeht. Und so muss Ihr Kind das immer mal wieder ausprobieren.

EINERSEITS.

Es gibt aber auch ein ANDERERSEITS.

Jedes Wutknopf-Drücken ist auch ein Test Ihres Kindes, eine Frage an Sie: bist du stärker als ich? – Denn ich weiß, dass ich eine starke Mama / einen starken Papa brauche, die mich beschützen, mich versorgen und mir die Welt zeigen können. Wenn ich stärker bin als du, kann mich niemand beschützen und ich bin der Welt schutzlos ausgeliefert.

Dass Ihr Kind Ihren Wutknopf „erfolgreich“ drückt, lässt sich nicht immer vermeiden. Natürlich kracht es dann und wann zwischen Ihnen und Ihrem Kind, und natürlich kommen auch Sie manchmal in „Über-Reaktion“ (dann gibt es die Möglichkeit, sich beim Sprössling dafür zu entschuldigen). Das gehört einfach zum Erziehungsalltag und zum Zusammenleben dazu.

 

… und dennoch…

... müssen Sie nicht auf jede Provokation Ihres Nachwuchses mit Ärger und Wut reagieren. Und das Wissen darum, dass jedes „Pieksen“ Ihres Kindes auch immer eine Frage an Sie ist, kann dabei helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Aber wie kann ich mich nun beruhigen, wenn die Wut hochkocht?

Drücken Sie einen „Pausenknopf“, um sich Zeit zu verschaffen und zu sich selbst zu kommen.

Unterbrechen Sie nach Möglichkeit die Situation. Atmen Sie tief durch und achten Sie darauf, wie die Luft in Ihre Lungen ein- und wieder ausströmt. Machen Sie eine Faust, spüren Sie in die Anspannung hinein, lassen Sie dann wieder locker und nehmen Sie die Ent-Spannung bewusst wahr. Zählen Sie im Kopf von hundert rückwärts in Siebener-Schritten.

 

Vielleicht gelingt es Ihnen mit diesen oder ähnlichen Strategien des Öfteren, Ihre Souveränität wiederzugewinnen und Ihrem Kind Grenzen und Halt zu geben.

 

Wir beraten Sie gern, wie Sie in guter Beziehung zu Ihrem Kind bleiben können:

www.hannover.de/familienberatung-LHH

Tel.: 0511 / 168-456 15

Email: 51.31@Hannover-Stadt.de

 

Text: Kerstin Klevesahl LH Hannover