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Das Fanprojekt Hannover passt seine Arbeit an

Das Fanprojekt Hannover arbeitet mit der aktiven Fanszene von Hannover 96. Die Hauptklientel besteht überwiegend aus jungen Menschen. Corona barg in dieser Zeit Herausforderungen.

Durch die bundesweiten Kontaktbeschränkungen in 2020 standen – neben manch Anderen – vor allem die Mitarbeitenden aus dem Sozial- und Erziehungsdienst vor Herausforderungen. Lebt die Arbeit in diesen Berufsbereichen doch vom direkten Menschenkontakt. Die Mitarbeitenden des städtischen Fanprojekts konnten die Arbeit so umstellen, dass die positive Beziehungsebene unter den gegebenen Bedingungen aufrecht gehalten und ausgebaut werden konnte. Nicht nur Herausforderungen ergaben sich hieraus, sondern auch Chancen, in unterrepräsentierten Arbeitsbereichen neue Akzente zu setzen.

Virtuelle pädagogische Angebote

So wurde die pädagogische Arbeit in den virtuellen Raum verlegt. Durch die notwendige und ohnehin gute Ausstattung technischer Mittel seitens der LHH konnten die Jugendlichen erreicht werden.

Beispielsweise wurde der wöchentliche Lauftreff in eine virtuelle Lauf-Challenge umgewandelt und mit den Jugendlichen wurde ein Ziel definiert: Magische 96-Kilometer sollten die Teilnehmenden gemeinsam erlaufen. Während des Laufens wurde – teilweise und mit manchen technischen Störungen – in einer Telefonkonferenz miteinander gesprochen, was eine enorme Auflockerung des sportpädagogischen Angebots zur Folge hatte.

Zu den vielfältigen Angeboten zählten auch FIFA20-Turniere mit unterschiedlichen Fan-Gruppen und sogar ein bundesweites FIFA20-Turnier mit weiteren Fanprojekt-Standorten konnte durchgeführt werden – woraus die Jugendlichen aus Hannover sogar als Sieger herausgingen.

Durch die Facebook- und Instagram-Accounts des Fanprojekts wurden die Angebote öffentlichkeitswirksam gestreut. Die angebotenen Inhalte waren dabei extra thematisch breit gefächert worden, um die verschiedenen Interessen der Jugendlichen zu erreichen.

Zusammenfassend kann beschrieben werden, dass die Arbeit während der Hochphase der Corona-Beschränkungen einige Herausforderungen barg, diese jedoch durch kreative Herangehensweisen bewältigt werden konnten. Nichtsdestotrotz ist diese „Arbeit auf Distanz“ jedoch eher als eine Art Ergänzung und nicht als Dauerlösung zu sehen. Sie bringt unbestreitbare Vorteile, ist jedoch nicht zu ersetzen durch den persönlichen Kontakt zu den Jugendlichen.

Mehr Informationen unter www.fanprojekt-hannover.de

Von Manuel Schröder (Jugendbildung, LHH)