Erfahrungsbericht

Eltern als Organisationstalente II

Eine Elternbegleiterin des Programms Rucksack Schule berichtet von ihren Erfahrungen mit ihrem Vorschulkind während der coronabedingten Notbetreuungszeiten.

 Von den Erzieher*innen aus dem Kindergarten bekommen Vorschulkinder  zur Vorbereitung für die Schule bereits einige Lernaufgaben.

Liebe Eltern,

Ich bin Mutter eines Vorschulkindes, meine Tochter ist sechs Jahre alt. Ich möchte Ihnen erzählen, wie wir unseren Tagesablauf aktuell gestalten. Aufgrund des aktuell eingeschränkten Regelbetriebes darf meine Tochter nur jede zweite Woche den Kindergarten besuchen. In der Woche, in der sie in den Kindergarten geht, ist ihr Tagesablauf geregelt. Schwieriger lässt sich der Ablauf gestalten in der Woche, wo sie zu Hause ist.

Da ich vieles im Haushalt zu erledigen habe und zusätzlich in Teilzeit beschäftigt bin, beziehe ich meine Tochter in einige häusliche Aufgaben mit ein. Sie hilft mir zum Beispiel gerne beim Kochen oder/und ich nehme sie zum Einkaufen mit.

Wenn das Wetter es zulässt, gehen wir zum Spielplatz, fahren Fahrrad oder Roller. Wenn es regnet oder draußen sehr ungemütlich ist, beschäftigen wir uns zu Hause.

 Als Mutter habe ich natürlich im Hinterkopf, dass sie dieses Jahr eingeschult wird. Von den Erzieher*innen aus dem Kindergarten bekommt sie zur Vorbereitung für die Schule einige Lernaufgaben. Teilweise macht sie die Aufgaben in der Kita, teilweise zu Hause. Die Aufgaben beinhalten Geschichten zum Vorlesen, etwas zum Basteln und Ausmalen sowie Aufgaben zur Förderung der Konzentration. Wenn sie die Übungen für zu Hause mitbringt, helfe ich ihr gerne, diese zu erledigen.  Dabei achte ich immer auf ausreichende Pausen, damit meine Tochter nicht überfordert wird und den Spaß am Lernen beibehält.

Zusätzlich zu den Aufgaben aus dem Kindergarten lernen wir noch spielerisch zu Hause. Zum Beispiel lese ich ihr abwechselnd auf Russisch und Deutsch Geschichten oder Märchen vor, da sie zweisprachig aufwächst. Meine Tochter malt gern -  vieles aus ihrer eigenen Fantasie. Manchmal verabredet sie sich mit dem Nachbarskind und sie lernen gegenseitig voneinander. Sie spielen mit Puppen und nehmen dabei verschiedene Rollen ein. Wenn ich zu Hause arbeite, dann beschäftigt sie sich alleine. Das wichtigste ist dabei, dass wir sie bei allem unterstützen und immer für sie da sind, wenn sie uns beziehungsweise unsere Hilfe benötigt.  

(Text: Irina Wittler)