Schulwegtraining

Sicher allein in die Schule gehen!

Es ist so weit, meine Tochter kommt in die Schule.

Für sie bedeutet es, viel Neues zu lernen, Lesen, Schreiben und Rechnen üben. Dazu gehört auch, sich im Straßenverkehr sicher zu bewegen.

Achtsamkeit auf dem Schulweg

Schulanfänger*innen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Das liegt zum einen an ihrer Körpergröße. Zum anderen fehlen jungen Schulkindern noch wichtige Fähigkeiten, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Aus diesem Grund übe ich mit meiner Tochter den Schulweg bevor die Schule beginnt. Von unserem zu Hause ist es nicht weit bis zur Schule, wir gehen zu Fuß.

Wir starten zusammen. Bevor wir aber losgehen, achten wir auf die Kleidung, z.B., dass die Schuhe richtig zugebunden sind, damit sie nicht stolpert.  Auf dem Weg erkläre ich meiner Tochter, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten und worauf sie achten soll, wo es eventuell gefährlich werden kann. Bevor wir über eine Straße gehen, gucken wir erst links, dann rechts und wieder links. Wenn die Straße frei ist, können wir sie überqueren. Unterwegs achten wir auf Straßenschilder und sprechen über deren Bedeutung.

Wir üben das Verhalten an Verkehrs- und Fußgängerampeln, - bei Rot stehen, bei Grün gehen. Vor der neuen Schule entdecken wir gelbe Füße und eine gelbe Linie auf dem Fußweg. Ich erkläre meiner Tochter, was beides bedeutet: Erstmal stehen bleiben, nach links, rechts und wieder nach links schauen und erst dann über die Straße gehen, wenn diese frei ist. Das gleiche gilt auch für Fußgängerüberwege und Zebrastreifen. Denn es passiert leider immer wieder, dass nicht alle Autos anhalten.

In den dunklen Wintermonaten werden wir darauf achten, dass meine Tochter Kleidung anzieht, die gut zu sehen ist oder reflektiert. So können sie Auto- und auch Fahrradfahrer erkennen und früh genug reagieren. Wenn wir genug geübt haben, lasse ich sie einmal alleine zur Schule gehen. Ich gehe langsam hinterher und schaue, wie sie sich verhält. Anschließend sprechen wir nochmal über ihr gefahrenbewusstes Verhalten im Straßenverkehr. Ich lobe natürlich auch ihr richtiges Verhalten. Nur so kann ich sicher sein, dass meine Tochter den Schulweg später allein, souverän und gefahrenbewusst meistert!

 

Autor*in: Irina Wittler, Elternbegleiterin des Programms "Rucksack Schule"

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