Familienblog

Sommerschule 2021: Die Bedarfe sind gestiegen!

Die Sommerschule 2021 verdoppelt die Schüler*innenzahl und ist aktuell wichtiger denn je.

Sommerschule 2021

Corona hat uns alle immer noch im Griff.

Besonders Kinder und Jugendliche, die in den letzten fast anderthalb Jahren Unterricht, Interaktion und soziale Betreuung verpasst und vermisst haben.

Keine Lernförderung, kein Sport, keine berufliche Orientierung. Stattdessen Entwicklungen wie Homeschooling zu viert mit einem Endgerät, Vereinsamung oder Isolation.

Das ist die bittere Bilanz für viele Schüler*innen in der Landeshauptstadt Hannover.

Bereits 2020 hat der Fachbereich Schule gemeinsam mit der Leibniz Universität gegengesteuert und für knapp 400 Schüler*innen der Klassen 6 bis 8 ein attraktives Angebot aus Lernen, Gemeinschaft und Spaß zusammengestellt.

Eine Pilotgrundschule war bereits im letzten Jahr dabei.

Nun bietet der Fachbereich Schule vielen Grundschüler*innen und den kommenden Klassen 6 bis 8 wieder ein maßgeschneidertes Paket im Rahmen der Sommerschule vom 9. bis 27. August 2021.

Ergänzend dazu haben Schüler*innen der kommenden Klassen 9 bis 10 die Möglichkeit an einer sehr praktischen Berufsorientierung teilzunehmen, um tolle Berufe für sich zu entdecken und der Zukunftsangst entgegenzusteuern.

Nach Ablauf der meisten Bewerbungsfristen kann man festhalten, dass sich die Zahlen mehr als verdoppelt haben.

Fast 1000 Schüler*innen haben sich für die verschiedenen Bereiche gemeldet.

Das Besondere am Konstrukt Sommerschule ist, dass es eben nicht nur um Lernförderung oder "Pauken in den Ferien" geht, sondern dass sich Studierende der Universität, der Fachhochschule, Auszubildende der Fachschulen und viele mehr in kleinen Gruppen um die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen intensiv kümmern werden.

Da geht es natürlich auch um die Probleme in Mathematik oder die Schwierigkeiten mit der Sprache, aber vor allem um Zuwendung, Aufmerksamkeit, die Interessen der Kinder und Jugendlichen, Bewegung an der frischen Luft sowie die Versorgung mit Frühstück und Mittagessen.

Das Ganze wird mit Elementen aus Zirkuspädagogik oder spannenden, digitalen Ideen ergänzt, durch Klettern im Seilgarten oder mit Touren durch die Eilenriede.

So können sich die Kinder und Jugendlichen ihre Schule, der sie so lange fernbleiben mussten, in den Ferien ganz neu erschließen. Und sie werden da abgeholt, wo sie gerade stehen.

Hier geht es um Wertschätzung und individuelle Bedürfnisse, nicht um Leistungsdruck. Und das allerwichtigste ist die Freude am gemeinschaftlichen Erleben in 29 Schulen der Landeshauptstadt Hannover.

Text: Michael Schwarz