Familienblog

Geburtsvorbereitung auch während Corona

Geburtsvorbereitungskurse sind der ideale Ort, um andere Schwangere kennenzulernen und sich auszutauschen – auch währen der Pandemie.

Mit findigen Ideen haben sich Hebammen darum gekümmert, dass der Austausch in der Geburtsvorbereitungsphase auch während Corona nicht zu kurz kommt.

Schwanger zu sein während einer Pandemie, ist eine besondere Herausforderung. Umso wichtiger ist es, dass die Schwangeren in dieser Zeit Unterstützung durch Hebammen erhalten und sich mit anderen Schwangeren austauschen können. Normalerweise findet solch eine Austausch in einem Geburtsvorbereitungskurs statt. Dort können sich die Frauen austauschen und erfahren durch die Hebamme viel Wissenswertes über die Geburt und die erste Zeit mit Ihrem Kind. Dies ist in der Gruppe gemeinsam normalerweise sehr lustig und macht Spaß. Normalerweise. Doch ist zurzeit recht wenig normal, daher mussten neue Konzepte durch die Hebammen erdacht und umgesetzt werden.

So hat es sich in den vergangenen Monaten etabliert, dass die Hebammen auch Online-Kurse anbieten können. Dies war für viele erst etwas gewöhnungsbedürftig, es hat sich aber bewährt. So konnten die Frauen trotzdem die Geburtsvorbereitung wahrnehmen, die Hebammen weiterhin die Frauen begleiten – und der ein oder andere virtuelle Kontakt zu anderen Schwangeren, mit denen man sich austauschen kann, ist so auch auf den Weg gekommen. Die Kurse wurden sehr gut angenommen und stellen eine gute Möglichkeit dar, Geburtsvorbereitung auch dann umzusetzen, wenn ein direkter Kontakt vermieden werden sollte. Die Kosten für die von Hebammen geleiteten Online-Angebote übernehmen aktuell die Krankenkassen.

In den vergangenen Monaten hat es aber nicht nur digitale Angebote gegeben, die Hebammen waren sehr einfallsreich: Kurse fanden im Freien statt, teils wurden Kurse in kleineren Gruppen angeboten. Was konkret angeboten werden kann, hängt aber auch immer von der aktuellen Corona-Lage ab. Die Verordnungen ändern sich immer wieder – mal dürfen Kurse im Kontakt unter Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden, mal eher möglichst nicht. Dann gibt es oft trotzdem die Empfehlung – wie aktuell von Seiten des niedersächsischen Hebammenverbandes – die Kurse möglichst nicht im direkten Kontakt stattfinden zu lassen, sondern auf Onlineangebote auszuweichen. Auf die Schwangeren und ihre Hebammen warten daher noch einige Herausforderungen und Unsicherheiten in den kommenden Wochen und Monaten. Eines aber ist sicher: Die Hebammen werden für die Frauen auch weiterhin da sein – wenn auch manchmal auf ungewöhnlichen Wegen.

(Text: Christina Aust)