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Februar 2018

Der Arbeitsmarkt in der Region Hannover

Für den Februar kann die Zahl der Flüchtlinge konkretisiert werden, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich in der Region Hannover um Arbeit oder Ausbildung bemühen. Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen in Hannover ist im Februar weiter gesunken, die Arbeitslosenquote lag bei 7,0 Prozent.

Blick von unten auf eine Säule mit einem A drauf, im Hintergrund ein Gebäude. © Bundesagentur für Arbeit (Quelle)

Eine Dienstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv – wie die Bundesagentur für Arbeit nun mitteilte, lag die Arbeitslosenquote in Hannover und der Region bei 7,0 Prozent. Im Februar 2017 lag sie noch bei 7,3 Prozent. Auch im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit gesunken, und war um 332 Personen. Der Arbeitslosenbestand blieb mit 43.067 Personen unter dem Vorjahres-wert (-1.802). 

Arbeitslosigkeit

Ende Februar gab es 43.067 Arbeitslose, 332 weniger als im Vormonat und 1.802 oder 4,0% weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 7,0%. Letztes Jahr lag sie bei 7,3%.

Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung

In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (SGB III) gab es am Monatsende 11.702 Arbeitslose, das waren 353 weniger als vor einem Monat und 1.131 weniger als vor einem Jahr (- 8,8%). Die anteilige SGB III - Arbeitslosenquote lag bei 1,9%.                                                                                                   

In der steuerfinanzierten Grundsicherung (SGB II) sank der Arbeitslosenbestand auf 31.365, das waren 322 Personen weniger als vor einem Monat. Zum Vorjahr sank die Zahl um 671 Personen oder 2,1%. Die anteilige SGB II - Arbeitslosenquote betrug 5,1%. 

Schwerbehinderte

Die Langzeitarbeitslosen (länger als ein Jahr arbeitslos), können auch vom guten Arbeitsmarkt profitieren. In der Grundsicherung (SGB II) waren 16.251 Personen (-888) zum Vorjahresmonat) länger als ein Jahr arbeitslos. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren es 1.017 Personen (- 46 zum Vorjahresmonat). 

Ausländer/Flucht

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg auf 14.561 Personen. Das waren 322 oder 2,2 % weniger als im Vormonat, und 68 Männer und Frauen oder 0,5 % mehr als im Vorjahresmonat. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger in Niedersachsen leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge.

Für den Februar kann die Zahl der Flüchtlinge konkretisiert werden, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich in der Region Hannover um Arbeit oder Ausbildung bemühen. Im Februar 2018 waren 3.615 Geflüchtete in der Agentur für Arbeit Hannover und dem Jobcenter Region Hannover arbeitslos gemeldet. Das waren 151 weniger als im Januar 2018 und 507 mehr als im Vorjahresmonat

Stellenangebote

Die Zugänge von Stellenangeboten entwickelten sich positiv. Im Februar wurden 3.431 Stellen von den Arbeitgebern gemeldet. Das waren 1.132 Stellen mehr als im Vormonat. Im Februar waren insgesamt 10.142 Stellen zu besetzen, das waren 1.304 (+14,8%) mehr als im Vorjahr.

Die größten Anteile der gemeldeten Stellen verteilen sich auf folgende Bereiche: Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (23,4%), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (19,9%), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (18,8%), sowie kaufm. Dienstleistung, Handel, Vertrieb, Tourismus (11,2%) meldeten den größten Anteil der zu besetzenden Stellen.

Lageeinschätzung

Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Hannover und des Jobcenter Region Hannover gibt folgende Lageeinschätzung:

  • Im Bereich Lager/Logistik/Transport besteht eine unvermindert hohe Nachfrage nach Berufskraftfahrern, Busfahrern und Fachkräften für Lager und Logistik.
  • Im gewerblichen Bereich bestehen sowohl bei Helfern als auch bei Fachkräften gute Einstiegsmöglichkeiten. Die Bewerberakquise der Arbeitgeber im Handwerk im Vorgriff auf das Ende der Kaltwetterperiode und spezialisierten Handel (Baumärkte und Gartenbedarf) geht los.
  • Es sind aber auch im kaufmännischen Bereich viele freie Stellen vorhanden. Im Bestand sind immer Stellen für Bankkaufleute oder Call Center Agents vorhanden.
  • Weiterhin hohe Nachfrage an medizinischen Fachkräften in allen Bereichen.
  • Weiterhin hoher Bedarf an erzieherischen Fachkräften (Sozialassistenz) und Quereinstiegsmöglichkeiten (Landesförderung Quik).
  • Auf dem Ausbildungsmarkt mit Ausbildungsbeginn Sommer 2018 stehen viele Ausbildungsberufen zur Verfügung. Die Betriebe haben großes Interesse an Ausbildung und suchen z.B. gerade im Handwerk, der Gastronomie und im Gesundheitswesen nach Auszubildenden.

(Veröffentlicht: 28. Februar 2018)