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Flüchtlingsunterbringung

Dokumentation zur Steigertahlstraße

Im Februar 2016 zogen rund 100 Männer in die damals neue Flüchtlingsunterkunft an der Steigertahlstraße. In einem Dokumentarfilm von Wolfgang Becker und der MedienWerkstatt Linden wird das Gebäude vorgestellt – als Beispiel für "soziale Architektur" in Hannover.

Diese "soziale Architektur" zu schaffen ist der Anspruch von Prof. Kay Marlow. Mit dem hannoverschen Architekturbüro MOSAIK realisiert er für Geflüchtete anspruchsvolle Kleinsiedlungen aus Holzmodulen, die von der österreichischen Firma Kaufmann Bausysteme aus dem Vorarlberg geliefert werden. Insgesamt werden sechs solcher Unterkünfte in Hannover entstehen.

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Soziale Architektur für Flüchtlinge in Hannover – ein Film von Wolfgang Becker

Die Flüchtlingsunterkunft Steigertahlstraße besteht aus drei zweigeschossigen Wohnzeilen und einem zweigeschossigen Gemeinschafts- und Verwaltungsgebäude. Diese Gebäude umschließen hofartig den gemeinsamen Freibereich. Die Zimmer der Flüchtlinge sind zu Wohneinheiten von jeweils drei bis fünf Zimmern zusammengefasst.

Als zentraler Raum ist die Wohnküche gleichzeitig auch die Erschließung der Wohnung. Statt Treppenhaus oder Flur gibt es eine direkte Verbindung von der Haustür zum Außenbereich. "Dies ist eine ganz bewusste architektonische Entscheidung, denn die Haustür ist der Ort, an dem sich nachbarschaftliches Leben am besten entfalten kann", erläutert MOSAIK-Architekt Kay Marlow. Sein Projekt war auch im Deutschen Pavillon der Architektur-Biennale 2016 in Venedig zu sehen.