Berggarten

Die Titanenwurz war wunderbar!

Die Titanenwurz blühte: Unsere Zeitrafferaufnahme zeigt, wie sie ihren spektakulären Blütenstand öffnet.

Zeitrafferaufnahme von der Blüte der Titanenwurz

 

 

Bereits am zweiten Blühtag war der typische Aasgeruch der Titanenwurz nicht mehr wahrnehmbar, sie sah aber noch prächtig aus. Großer Andrang vor dem Schauhaus und Wartezeiten durch den begrenzten Einlass. Alle konnten in Ruhe Fotos machen und die zwei Meter hohe Wurz bestaunen. Auch am dritten Blühtag bot sie noch einen imposanten Anblick. Am Tag vier war es dann vorbei mit der Pracht, der Blütenstand fiel verwelkt in sich zusammen. Nun schauen wir mal, wann es zur nächsten Titanenwurzblüte kommt. Diese war die zweite (nach 2014) überhaupt in der Geschichte Herrenhausens.

Blütenstand einer Titanenwurz im Tropenschauhaus

Der Blütenstand ist ein spektakuläres Ereignis, auf das man viele Jahre warten muss, da die Speicherknolle erst genügend Reserven anlegen muss. Zahlreiche winzige Blüten wollen Fliegen als Bestäuber anlocken. Daher verströmt der Blütenstand am ersten Tag einen intensiven Aasgeruch und erhitzt sich auf 36 Grad. Nach nur zwei Tagen ist das Spektakel vorbei und die Pflanze benötigt wieder Jahre, bevor sie erneut blühen kann.

Die blühende Pflanze ist ein Nachkomme der von Hand bestäubten Pflanze, die 2014 im Berggarten geblüht hat. Sie hatte eine Höhe von 1,86 Meter erreicht.

Blütenstand am 27.11.21

Die tropische Pflanze mit dem botanischen Namen Amorphophallus titanum bildet die größte Blume der Welt mit bis zu drei Meter Höhe. Leider ist das Vergnügen nur von kurzer Dauer. Der Blütenstand beginnt schon nach etwa 12 Stunden zu welken.

Amorphophallus ist eine Gattung der Aronstabgewächse mit circa 200 Arten aus tropischen Gebieten Afrikas, Asiens und Australiens. Typisch für Aronstabgewächse sind die winzigen, getrenntgeschlechtlichen Blüten, die am unteren Ende eines kolbenartigen Blütenstands sitzen. Der Kolben ist umhüllt von einem Hochblatt. Die meisten Amorphophallus-Arten bilden pro Knolle und Saison nur ein Blatt. Der Blattstiel trägt häufig ein Fleckenmuster, das einen flechtenbewachsenen Stamm vortäuscht, um so Fressfeinde abzuschrecken. Welkt das Blatt, beginnt eine Ruhephase, nach der sich ein neues Blatt oder ein Blütenstand bildet. Der Berggarten hat eine Sammlung von rund 30 Amorphophallus-Arten, die mit ihren imposanten Blättern regelmäßig im Schauhaus zu sehen sind.

 

 

 

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