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Berggarten

Das Orchideenschauhaus ist wieder geöffnet

Das frisch sanierte und bepflanzte Orchideenschauhaus des Berggartens lädt zum Besuch ein.

Orchideen im Orchideenschauhaus © Herrenhäuser Gärten

Orchideenhaus

Nach vier Jahren ist es soweit, die Sanierungsarbeiten an den drei großen Schauhäusern des Berggartens sind abgeschlossen. Als letztes öffnet nun auch das Orchideenschauhaus nach mehrmonatiger Schließung. Das 1958 erbaute und denkmalgeschützte Haus hat eine umfangreiche Verjüngungskur durchgemacht. Die stählerne Fassadenkonstruktion mit ihren Fensterrahmen aus Holz wurde instandgesetzt, marode Bauteile ausgetauscht. Auch die Glasscheiben mussten zum Teil erneuert werden. Der Boden aus Waschbeton wurde neu verlegt und die Tischbeete wurden saniert.

Das Bepflanzen eines leeren Schauhauses war Herausforderung und Chance zugleich. Nach monatelanger Planung und Pflanzenanzucht mussten mit gärtnerischem Geschick große Mengen an Pflanzen entsprechend dem neuen Pflanzkonzept gesetzt werden. Einige wuchsen schon zuvor im Orchideenschauhaus oder wurden aus Stecklingen der alten Pflanzen gezogen, manche kamen aus anderen Botanischen Gärten nach Hannover. Der Großteil der Pflanzen stammt jedoch aus den botanischen Sammlungen des Berggartens.

Im Orchideenschauhaus bleibt es etwas kühler als im Tropenschauhaus, um Orchideen unterschiedlicher Klimazonen zeigen zu können. Bei Temperaturen um 20°C fühlen sich in der Dauerbepflanzung vor allem Arten der tropischen Hochlagen und Subtropen wohl. Neu ist, dass dieser Dauerbepflanzung ein geographisches Konzept zugrunde liegt: Beim Betreten des Schauhauses empfangen Pflanzen Mittelamerikas den Besucher. Über Südamerika und Afrika erreicht man am Ende des Hauses Asien, wo wie zuvor die aus Baumfarnstämmen geschnitzten Götzenstatuen aus Vanuatu über die Orchideen wachen. Sie sind in die passende Vegetation der Südsee eingebettet.

Zur Dauerbepflanzung gehören zum Beispiel Baumfarne und andere Farne (Asien), Kaffee und Usambaraveilchen (Afrika) sowie Bromelien (Südamerika). Auf kunstvoll gestalteten Stämmen sind Epiphyten zu sehen, darunter neben Orchideen auch Farne, Bromelien und Kakteen. Nutzpflanzen wie die Vanille-Orchidee, Kaffee, Bergpapaya, Acerola, Pitanga oder die Kava-Pflanze (Rauschpfeffer) gedeihen hier ebenso.

Inmitten der Dauerbepflanzung präsentiert der Berggarten permanent die schönsten 500 bis 800 blühenden Orchideen aus der 25.000 Stück umfassenden Sammlung - einer der größten Orchideensammlungen der Welt -, wobei zwei Mal pro Woche gewechselt wird.

Das Tropenschauhaus ist noch bis zum 25. Januar geschlossen.

Ab 26. Januar zeigt der Berggarten Schmetterlinge im Tropenschauhaus. Um die Ausstellung „Gaukler der Tropen“ vorbereiten zu können, wird das Schauhaus bis dahin geschlossen. Neben Puppen und Faltern halten auch spezielle Futterpflanzen Einzug.