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300 Jahre Große Fontäne Herrenhausen

Die Fontäne als Attraktion

Strahlkraft – Die Große Fontäne ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hannovers. Sie ziert Souvenirs wie Ansichtsporzellan, Postkarten und heute sogar Magnete und Schlüsselanhänger.

Wegen ihres hohen Wiedererkennungswerts ist sie ein ideales Motiv für die Tourismuswerbung. Reiseführer, Broschüren, Plakate und Filme locken Besucher mit dem Bild der Fontäne nach Hannover und in den Großen Garten. Der gigantische Springstrahl fungiert als eine Art Markenzeichen für die Stadt und die Grünanlage.

Bildmedien und Werbematerialien verbreiten das Bild der Großen Fontäne seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert in vielen Variationen. Aber auch die anderen Wasserspiele Herrenhausens wie die Kaskade und die kleinen Fontänen sind beliebte Bildmotive. In Zeiten der sozialen Medien wird die Große Fontäne auf sämtlichen Plattformen hervorgehoben. Nutzer zeigen Fotos und Videos, kommentieren und empfehlen einen Gartenbesuch.

Attraktion

Die Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts schätzten die Betrachtung der Großen Fontäne als eindrucksvolles Schauspiel. Die Fontäne galt aber auch als herausragendes Beispiel technischer Innovation. Dass es in einer ebenen Landschaft möglich war, Wasser so hoch springen zu lassen, war ein Ergebnis fortgeschrittener Ingenieurkunst.

Gelehrte und Wohlhabende unternahmen Reisen nach Hannover, um die Fontäne zu bestaunen und die Technik der Wasserräder und Pumpen kennenzulernen. Sie besichtigten den Garten und die Wassermaschine. Ihre Eindrücke hielten sie in Reisebeschreibungen, auf Zeichnungen und Druckgrafik fest. Den Anblick und die Geräuschkulisse der Fontäne beschrieben Besucher als überwältigend und königlich.

„Die neue Blüte Herrenhausens“

1937 wurde der wiederhergestellte Garten eröffnet: gestaltet im Stile des Barock und technisch erneuert. Die Wasserspiele waren nun bei Dunkelheit illuminiert. Im Wasserbecken des Parterre sprang eine Glockenfontäne. In den Schwanenteichen sprudelten neue Strahlenspiele. Die Große Fontäne erreichte die Höhe von 67 Metern.

Im Rahmen eines Künstlerwettbewerbs zur Neugestaltung des Barockgartens stellten Künstler ihre Garteneindrücke dar. Die illuminierten Wasserspiele waren ein beliebtes Motiv. Die Wettbewerbsbeiträge wurden 1938 in der Ausstellung „Hannoversche Gärten“ im Künstlerhaus der Öffentlichkeit vorgestellt.