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Päpstlicher Garten auf dem Quirinal

Päpstlicher Garten auf dem Quirinal

© © TIB (Leibniz- Informationszentrum, Technik und Naturwissenschaften, Universitätsbibliothek), Sammlung Haupt

Ausstellungen

Herrenhausen und Europa. Ein Gartennetzwerk

Die Ausstellung zeigt erstmals seit der 300-Jahrfeier des Großen Gartens 1966 eine Reihe von bedeutenden druckgrafischen Werken zur Gartenkunst der Renaissance, des Manierismus und des Barock. 

Inspirationsquelle: Gartenkunst in Europa

Die Gartenfreundin Sophie, spätere Kurfürstin von Hannover, pries nach ihrer Italienreise 1665 die Gärten in Rom als die herrlichsten der Welt. Aber welchen Einfluss hatte die Kenntnis dieser Renaissance-Gärten auf die Gestaltung des Großen Gartens in Herrenhausen? War der berühmte Barockgarten des französischen Königs Louis XIV. in Versailles, den Sophie ebenfalls besuchte, Vorbild für die Sommerresidenz der hannoverschen Fürsten? Herrschaftliche Gärten des 16. und 17. Jahrhunderts in Italien, Frankreich und den Niederlanden hatten Ausstrahlungskraft auf die Gartenkunst in ganz Europa. Die Ausstellung spürt diesen Inspirationsquellen für Herrenhausen nach.

Der Barockgarten

Im 15. Jahrhundert verbreitete sich eine neue Naturwahrnehmung. Harmonisch gestaltete Lustgärten wurden als irdische Paradiese bewundert. Solche Gärten entstanden zunächst seit dem 15. Jahrhundert im Florenz der Medici und im Rom der Päpste. Französische Gartenmeister entwickelten daraus im 17. Jahrhundert den kunstvoll gestalteten Barockgarten. Der Große Garten Herrenhausen entstand in der Blütezeit dieses aufwändigen, von mathematischen Prinzipien geprägten Gartentyps.

Druckgrafiken zur Gartenkunst 

Kenntnisse über herrschaftliche Gärten wurden seit dem 16. Jahrhundert auch durch Drucke verbreitet. Die Ausstellung zeigt erstmals seit der 300-Jahrfeier des Großen Gartens 1966 eine Reihe von bedeutenden druckgrafischen Werken zur Gartenkunst der Renaissance, des Manierismus und des Barock. Der Architekt und Bauforscher Karl Albrecht Haupt (1852-1932) trug sie zusammen. Seine umfangreiche Sammlung umfasst Reiseskizzen und Studienblätter, Monografien zur Architekturgeschichte, -theorie und Gartenkunst sowie Zeichnungen und Druckgrafiken. Sie ist heute eine bedeutende Sondersammlung in der Technischen Informationsbibliothek (TIB).

Sammlung Haupt

Die Überlieferung von Druckgrafiken über Jahrhunderte hinweg bleibt nicht ohne Folgen für das sensible Material Papier. Der Gebrauch und die Bedingungen der Aufbewahrung hinterlassen charakteristische äußerliche Spuren, die zu wichtigen historischen Merkmalen werden können.

An drei ausgewählten Druckgrafiken aus der Sammlung Haupt wurden unter anderem diese Spuren untersucht; zahlreiche Druckgrafiken wurden auch konservatorisch behandelt. Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit der Studienrichtung Schriftgut, Buch und Grafik der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK). Sie vermittelt einen Einblick in das komplexe Thema der Erhaltung von Kulturgut und die Präsentation von Papierdokumenten.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit 160 Seiten und zahlreichen Abbildungen (15,- €).

Termin(e): 17.03.2019 bis 31.03.2019
donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 11:00 bis 18:00 Uhr
01.04.2019 bis 31.10.2019
von 11:00 bis 18:00 Uhr
01.11.2019 bis 12.01.2020
donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Museum Schloss Herrenhausen

  • Herrenhäuser Straße 5
  • 30419 Hannover

Ausstellungseröffnung: 16. März 2016, 16 Uhr im Galeriegebäude