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300 Jahre Große Fontäne

Museum Schloss Herrenhausen: #closedbutopen

Das Museum Schloss Herrenhausen kann aufgrund der aktuellen Situation nicht besucht werden. Texte und Abbildungen zur Sonderausstellung sind auf dieser Homepage zu finden und ermöglichen allen Interessierten einen ersten Einblick in die Ausstellung.

Große Fontäne mit Becken, Rückseite einer Medaille © Historisches Museum Hannover

Große Fontäne mit Becken, Rückseite einer Medaille

Die Gestaltung der Gartenanlage des Schloss Herrenhausen begann 1675 unter Herzog Johann Friedrich (1625 - 1679) und wurde von seinem Bruder uns dessen Sohn fortgesetzt. Der Garten wie dessen Wasserspiele dienten den Welfenfürsten zur Repräsentation. 

Kurfürst

Herzog Ernst August (1629 - 1698) gestaltete den Garten mit seinen Wasserspielen um, nachdem er im Jahr 1692 die Kurfürstenwürde des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation erlangte. Die umgestaltete Gartenanlage sollte seinen Anspruch auf das erlangte Amt untermauern. Ernst August beschloss 1696 den Lustgarten um die eigene Größe zu erweitern,  im südlichen Teil, dem Noveau Jardin, sollte ein eindrucksvoller Springbrunnen angelegt werden.

Wasserspiel

Erst nach seinem Tod wird die Erweiterung und das beeindruckende Wasserspiel fertiggestellt. Verantwortlich hierfür ist sein Sohn Herzog Georg Ludwig (1660 - 1727), der seit 1714 auch den englischen Thron inne hatte. Aus diesem Grund war ein imposantes Wasserspiel im Garten von Herrenhausen führ ihn von großer Bedeutung. Mit immensem finanziellen Aufwand gelang es ihm und seinen Ingenieuren aus England die Große Fontäne auf 35 Meter springen zu lassen.

Medaille

Die gezeigte Rückseite einer Medaille aus dem Jahr 1701 lässt die Vermutung zu, dass er schon Jahre zuvor die Vision eines solchen Springstrahls hatte. Es ist aber auch möglich, dass die Fontäne, die in einem herrschaftlichen Garten in den Himmel springt die Medaillen Inschrift verdeutlichen soll: VIS INSITA DUCIT IN ALTUM (= Die innere Kraft führt in die Höhe). Die Medaille aus Silber entstand zur Volljährigkeit des Sohnes von Georg Ludwig. 

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