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Roofwalk Visualisierung © chora blau Visualisierung + Grafik, Foto Helge Krückeberg

Roofwalk Visualisierung

Visionär

City Roofwalk Hannover

Unterwegs auf grünen Dächern: In der Stadt der Gärten nimmt eine Vision Gestalt an: „Roofwalks“ in der Innenstadt, die begrünte Dächer miteinander verbinden.

Hannovers Innenstadt ist wie viele andere kriegszerstörte Städte in Deutschland von Gebäuden der 50er bis 70er Jahre geprägt, die fast ausschließlich mit Flachdächern ausgestattet sind, die sich im Sommer sehr aufheizen und keine Regenwasserrückhaltung haben. Daher soll ein großes Sonderdachbegrünungsprogramm für die City gestartet werden, von extensivem Grün bis hin zu aufwändig gestalten Dachgärten. Diese ökologische Verbesserung wird im Sinne des Gartengedankens außerdem ästhetisch ansprechend und nutzbar für viele Menschen.  Damit nicht nur einzelne Dächer erlebbar sind, sollen über und vor Gebäuden und Straßen angelegte „roofwalks“ eine neue Aufenthaltsqualität bringen und einen Spaziergang über eine neuartige Dachlandschaft ermöglichen.

Blick vom Bredero-Hochhaus © Johannes Brinkmann

Blick vom Bredero-Hochhaus

Blick vom Bredero-Hochhaus © chora blau Visualisierung + Grafik, Foto Johannes Brinkmann

Blick vom Bredero-Hochhaus (Visualisierung)

Die Vision

Auf dem Kaufhof Bahnhofstraße wird ein Gemüsegarten mit Salat und Tomaten direkt vor den Augen der Gäste beerntet und kleine Köstlichkeiten werden daraus im Dachgartenbistro zubereitet. Auf dem Karstadtgebäude in der Georgstraße lädt ein Kaffeegarten zum Verweilen ein, mit direktem Zugang zu den darunterliegenden Verkaufsräumen. Eine Lounge auf dem Kaufhof Schmiedestraße wird der angesagte Ort für Cocktails im Angesicht der Marktkirche - die Zutaten für den „Hannover Rooftop Garden Gin“ wachsen in Sichtweite. Aber auch viele andere nichtkommerzielle Orte, vorzugsweise auf städtischen Gebäuden oder Gebäuden städtischer Töchter, wie die Dächer der Parkhäuser, eignen sich für Hannovers höchsten Spielplatz, Sportangebote wie Beachvolleyball oder einfach nur für Liegestühle in einer Gräserlandschaft, um damit ganz neue Erlebnisse und Blickwinkel auf die Stadt zu ermöglichen. Neben den bereits vorhandenen gesicherten und bewachten Aufgängen über die Parkhäuser dienen gläserne Aufzüge als Zugang auf die Dächer, eventuell geht es auf einer Riesenrutsche wieder hinunter. Ein ungewöhnliches Beleuchtungskonzept macht die Dachlandschaft auch nachts zu einem Erlebnis.

Kröpcke © Dr. Christian A. Schröder/CC BY-SA 3.0

Kröpcke

Kröpcke (Visualisierung) © chora blau Visualisierung + Grafik, Foto Dr. Christian A. Schröder/CC BY-SA 3.0

Kröpcke (Visualisierung)

Der erste Schritt: Die Machbarkeitsstudie

Um diese Vision auf eine realistische Plattform zu stellen, soll eine Machbarkeitsstudie beauftragt werden, die die verschiedenen technischen, finanziellen, gestalterischen, rechtlichen und weiteren Aspekte beleuchtet und bei positivem Ausgang zu einem mehrjährigen Projekt mit absolutem Alleinstellungsmerkmal führen wird. Schon diese Machbarkeitsstudie ist ein größeres Unterfangen, da eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte in ungewohnter Weise zu verknüpfen sind. Doch haben die ersten Vorstellungen der Vision schon zu einer sehr positiven Resonanz geführt.

Ideengeber ist Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten. Für die Machbarkeitssstudie kooperieren kompetente Fachbereiche der Landeshauptstadt Hannover mit externen Partnern wie z.B. der Citygemeinschaft Hannover, der Leibniz Universität Hannover und SIGNA Real Estate Management Germany.

Karstadt-Dach und Umgebung © Helge Krückeberg

Karstadt-Dach

Das Fundament ist schon gelegt

Hannover hat bereits viele Erfahrungen gesammelt und Projekte initiiert, die dem Projekt „Roofwalks“ zu Gute kommen werden:

  • Eine Anpassungsstrategie zum Klimawandel, dabei wird auch das Thema Dachbegrünung behandelt. Die städtischen Dachflächen bieten Potenzial zur Verbesserung des Innenstadtklimas, zum Rückhalt von Regenwasser und als Habitat für viele Lebewesen.
  • Gartenkultur hat in der Region Hannover eine lange Tradition mit einem gut vernetzten Potenzial an Akteuren. Mit der Idee der „Roofwalks“ fließt Gartenkultur in die Bewerbung um die Europäische Kulturhauptstadt 2025 ein.
  • „Roofwalks“ bietet die Chance, den Einzelhandel in der Innenstadt zu stärken, ein Alleinstellungsmerkmal für den Städtetourismus zu schaffen und die Aufenthaltsqualität in der City zu steigern.

Ein Leuchtturmprojekt für Hannover

Bei Nutzung aller Synergien wird der „City Roofwalk“ ein Leuchtturmprojekt, das zusätzlich die touristischen Angebote bereichert. Aber nicht nur für Besucher*innen – auch für die Umweltbildung werden Programme mit Führungen zu den verknüpften Teilthemen erstellt. Als Highlight kann die Einbeziehung der bildenden und performativen Kunst mit speziell für diesen Ort entwickelten Kunstwerken und Veranstaltungen eine ganz neue Adresse für die Kunst- und Kultur-Interessierten der Stadt und ihre Gäste herausbilden.

„City Roofwalk“ ist ein Pilotprojekt und könnte als Vorbild für weitere Umsetzungen in Deutschland (kriegszerstörte Städte) und Europa mit großen Stadterweiterungen in den sechziger und siebziger Jahren sein.

Zu erwarten sind eine Laufzeit bis etwa 2030 und ein Investitionsvolumen von einem dreistelligen Millionenbetrag.

Kontakt:

Ronald Clark
Karin van Schwartzenberg
Landeshauptstadt Hannover
Fachbereich Herrenhäuser Gärten
E-Mail herrenhaeuser-gaerten@hannover-stadt.de
Telefon +49 (0)511 168-44543