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Großer Garten/Georgengarten

Die Friederikenbrücke geht auf Reisen

Die 1840 erbaute Friederikenbrücke wurde abgebaut und zur Sanierung auf den Weg gebracht.

Abbau der Friederikenbrücke © LHH

Abbau der Friederikenbrücke

Seit 2013 war die Brücke zwischen Großem Garten und Georgengarten schon nicht mehr begehbar und daher gesperrt. Nun hat ihre Sanierung mit der Demontage begonnen: Die 24,5 Meter lange und etwa 25 Tonnen schwere Brücke ist mit einem Spezialkran abgehoben worden. Nach sorgfältiger Begutachtung der schadhaften Metallkonstruktion von 1840 wird die Brücke zu einem Stahlbaubetrieb in Stralsund transportiert. Geht alles nach Plan, kommt die Brücke Ende Juli zurück und wird dann bis Ende September vor Ort wieder hergestellt. 900.000 Euro sind insgesamt für die Sanierung eingeplant.

Sämtliche Metallteile müssen entrostet, repariert und neu gestrichen werden. Auch der Holzbohlenbelag, der zwischenzeitig schon einmal erneuert worden ist, muss komplett ausgetauscht werden. Die Brückenauflager auf beiden Seiten der Graft haben einen verkleideten Stampfbetonkern von 1938. Er soll durch einen Stahlbetonkern mit einer Verblendung aus Naturstein und Klinker ersetzt werden. Alle Maßnahmen sind mit der Denkmalbehörde abgestimmt.

Erbaut wurde die Friederikenbrücke 1839/1840 nach Plänen von Hofbauinspektor Georg Ludwig Friedrich Laves. Sie diente König Ernst August und der namensgebenden Königin Friederike als Verbindung zwischen ihrer Sommerresidenz im Georgenpalais (heute Museum Wilhelm Busch) und dem Großen Garten.

Wahrscheinlich nach 1937 und in den frühen 1960er Jahren wurde die Brücke umfangreich saniert und zusätzlich ein Stahltragwerk angebracht, da die ursprünglichen sogenannten Lavesträger, eine filigrane Eisenträgerkonstruktion in Fischrumpfform, nicht mehr tragfähig waren. Die äußeren Lavesträger und die gusseisernen Geländer mit den mittigen Wappen sind aus gestalterischen Gründen erhalten geblieben.