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Berggarten

Eichenrettung am Mausoleum

Eine der majestätischen Eichen am Mausoleum muss aus Sicherheitsgründen "Federn lassen".

30 wunderschöne, 1847 gepflanzte Stiel-Eichen umgeben die Ruhestätte der Welfen im Berggarten. Eine davon ist durch Pilzbefall so angegriffen, dass sich der Baum in den letzten Jahren tief in Richtung Boden geneigt hatte. Der Bereich um das Mausoleum musste aus Sicherheitsgründen den ganzen Sommer über abgesperrt werden. Die mächtige Krone der 23 Meter hohen Eiche war schon in früheren Jahren durch Seile gesichert worden.

Nun hat der Belastungstest eines Gutachters ergeben, dass der Baum nicht mehr verkehrssicher ist. Das Berggarten-Team will dieses ortsprägende Prachtexemplar jedoch nicht fällen. Daher wird der Baum um etwa sechs Meter zurückgeschnitten und dann weiterhin unter Beobachtung gestellt. Durch einen solchen Sicherungsschnitt kann die Eiche noch viele Jahre lang erhalten werden.

Das Mausoleum im Berggarten wurde 1842 bis 1847 nach Plänen des Hofbaumeisters Laves als Grabstätte für Königin Friederike und König Ernst August errichtet. Später sind auch Kurfürstin Sophie, Kurfürst Ernst August, ihr Sohn Georg I. von England und fünf weitere Vertreter des Herrscherhauses beigesetzt worden. Das Mausoleum ist nach wie vor im Besitz des Hauses von Hannover und nicht öffentlich zugänglich. Mit der Gestaltung einer würdigen Einfassung wurde 1847 Hofgärtner Heinrich Ludolph Wendland beauftragt. Er umgab das Bauwerk mit einem Hain aus 36 Stiel-Eichen. Dafür ließ er in einer spektakulären Verpflanzungsaktion gewaltige Bäume aus dem nördlich gelegenen Forst Cananohe nach Herrenhausen bringen. Die 13 bis 15 Meter hohen Bäume kamen auf einem eigens dafür konstruierten Wagen, den 16 Pferde zogen. 30 dieser Eichen sind heute noch erhalten.