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Grafik zur Herkunft der Besucher*innen © Herrenhäuser Gärten

Grafik zur Herkunft der Besucher*innen

Herrenhäuser Gärten

Positive Zwischenbilanz

Die Corona-Pandemie wirkt sich natürlich auf die Besucherzahlen der Herrenhäuser Gärten aus. Es geht aber aufwärts und auch Veranstaltungen können dank kreativer Konzepte wieder stattfinden.

Parterre mit Glockenfontäne © Hassan Mahramzadeh

Parterre mit Glockenfontäne

Auch die Herrenhäuser Gärten mussten Mitte März während des Lockdowns ihre Tore schließen. Die Gärtnerinnen und Gärtner konnten aber mit entsprechenden Hygiene-Konzepten die Pflanzen im Freiland und in den Gewächshäusern weiterhin pflegen - die Pracht und Schönheit der Anlage hat nicht gelitten.

Als einer der ersten historischen Gärten in Europa wurden ab dem 23. April wieder Gäste im Großen Garten und Berggarten empfangen, was in den ersten Tagen fast ausschließlich von den Hannoveraner*innen begeistert angenommen wurde.

Schon im Mai konnten bei schönem Wetter über 50.000 Besuche in beiden Gärten gezählt werden, die sich im Juli auf über 70.000 steigerten. Im Vergleich zum Juli 2019 waren das sogar 20 Prozent mehr Gäste. Die Steigerung liegt zum Teil daran, dass es in diesem Jahr keine Einschränkungen der Öffnungszeiten durch das Kleine Fest im Großen Garten gab, das reduziert ausschließlich im Gartentheater stattfand.

40 Prozent der Gäste kommen aus der Region

Diese Zahlen sind insofern bemerkenswert, da in den vorigen Jahren der Anteil von Gästen des Großen Gartens aus Hannover im Sommer bei nur 25 bis 30 Prozent lag. Weitere jeweils etwa 25 Prozent kamen aus dem übrigen Niedersachsen und den anderen Bundesländern.  Der Anteil der Gäste aus dem Ausland lag ungefähr bei 20 Prozent. Diese Zahlen werden in regelmäßigen Abfragen an den Kassen im Großen Garten und Berggarten ermittelt.

Der Anteil der Gäste aus der Region Hannover hat sich jetzt bei um die 40 Prozent eingependelt, von Juni bis Juli waren es absolut 20.000 bis 28.000 Personen. Aus dem übrigen Niedersachsen kamen mit Schwankungen um die 30 Prozent. Die Gästezahl aus dem übrigen Deutschland ging von Mai bis Anfang August zurück von 25 auf 20 Prozent, was aber immer noch eine absolute Steigerung der Personenzahl bedeutet.

Stetig gesteigert hat sich die Zahl der Gäste aus dem Ausland; kamen im Mai/Juni nur ein bis zwei Prozent, steigerte sich deren Anteil Ende Juli/Anfang August auf 7 Prozent, also auf immerhin fast 5.000 Personen. Gäste aus der Hälfte der Länder in den Top Ten 2019 wie China, USA, Japan, Russland und Ukraine können bis jetzt noch nicht wieder einreisen. Die drei besucherstärksten Länder in diesem Sommer sind die Niederlande, Polen und Dänemark.

10 Prozent mehr Jahreskarten

Insgesamt sind die Herrenhäuser Gärten mit der Besucher*innenentwicklung sehr zufrieden, auch mit der positiven Resonanz der Gäste. Offenbar haben auch viele Hannoveraner*innen die Gärten zum ersten Mal oder wieder neu entdeckt. Das macht sich auch an dem Verkauf von Jahreskarten bemerkbar, der um gut 10 Prozent zulegte.

Grafik zu den Besucherzahlen © Herrenhäuser Gärten

Grafik zu den Besucherzahlen

Auch in der Vermittlung sind die Herrenhäuser Gärten neue Wege gegangen und das im buchstäblichen Sinne, denn seit Mitte Juli kann man sich im Großen Garten einen Hörspaziergang herunterladen und viele neue Facetten des Gartens kennenlernen. Neu ist auch die digitale Rallye auf Basis der „Actionbound-App“ mit erst einmal drei Touren zur Geschichte des Gartens, Mode und Wasserspiele.

Vielfältige Veranstaltungen

Seit Mitte Juni ist Herrenhausen zu einem Kulturspot geworden, der weit über die Grenzen Hannovers ausstrahlt. Auf Einladung der Gärten hat die Nds. Staatsoper im Gartentheater mit Le Vin Herbé die wohl erste Oper in Originalbesetzung nach dem Lockdown in Deutschland oder vielleicht sogar in Europa inszeniert. Das Kleine Fest im Großen Garten lockte etwa 8.000 Menschen in 40 Vorstellungen in das Gartentheater und bei den Sommernächten im Gartentheater spielte Max Prosa das erste Popkonzert ohne Autos in Hannover. Bis Ende August gibt es noch zahlreiche weitere Konzerte, Poetry-Slams und Kinoabende im ältesten Heckentheater der Welt, oft in Kooperation mit hannoverschen Bands und Einrichtungen, wie Macht Worte oder dem Jazz Club. Das Stockhausen Wandelkonzert Sternklang vom Verein „musik für heute“ im Berggarten am 29. August ist mit 500 Personen bereits ausverkauft.

Vom 14. bis 16. August findet einer der ersten großen Gartenmärkte in Deutschland  seit der Covid-19 bedingten Einschränkungen statt. Das Pfingsten abgesagte Gartenfestival Herrenhausen lädt nun unter den üblichen Hygieneauflagen für drei Tage in den Georgengarten ein.

Aber nicht nur im Freien sind die Herrenhäuser Gärten ganz vorne dabei. Ab 21. Juni waren Indoorkonzerte in Niedersachsen wieder erlaubt, an diesem Tag spielte die Kammermusikgemeinde Hannover ein umjubeltes Konzert in der Orangerie. Hier und auch in der Galerie werden im September und Oktober zahlreiche weitere Aufführungen stattfinden, u.a. die KunstFestSpiele Herrenhausen.

Die üblichen 220.000 Gäste pro Jahr bei Veranstaltungen und Vermietungen in Herrenhausen werden nicht erreicht werden können, alleine schon durch die Verschiebung des Internationalen Feuerwerkswettbewerbs, aber die Herrenhäuser Gärten haben schon sehr früh und kreativ die Möglichkeiten wie kaum eine andere Einrichtung in Deutschland genutzt, um Kultur in allen ihren Facetten von Garten über Oper bis Pop zu präsentieren.