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Musik

Steffani-Festoper Henrico Leone

In der Galerie Herrenhausen wird erstmals seit 30 Jahren Agostino Steffanis Festoper "Henrico Leone" aufgeführt.

Ein barockes Juwel im Festsaal der Galerie Herrenhausen

Streicherbesetzung der Hannoverschen Hofkapelle © Hannoversche Hofkapelle

Hannoversche Hofkapelle, Streicherbesetzung

Die 4. Festwoche des FORUM AGOSTINO STEFFANI lässt in diesem Jahr am 13. und 15. Juni (jeweils 19.30 Uhr) ein Stück europäischer Musikgeschichte lebendig werden: 300 + 30 Jahre nach seiner Uraufführung für das damals europaweit gefeierte neue hannoversche Schlossopernhaus wird die von Agostino Steffani (1654-1728) dafür komponierte Oper HENRICO LEONE (Heinrich der Löwe) wiederaufgeführt! Genau da, wo heute der niedersächsische Landtag tagt, wurde 1689 nämlich bereits Musik- und Kulturgeschichte geschrieben: Das damals brandneue Schlossopernhaus wurde feierlich mit der von Agostino Steffani eigens dafür verfassten Oper HENRICO LEONE fulminant eröffnet. „Ein Meilenstein in der Kulturgeschichte Hannovers und ein herausragendes Werk der Operngeschichte – die Uroper“, skizziert es Lajos Rovatkay, künstlerischer Leiter des FORUM AGOSTINO STEFFANI. Die musikalische Qualität des Werks, die vielfarbige Instrumentation, die überreiche melodische Erfindung und glanzvolle Virtuosität des Sängerischen packen den Zuhörer noch heute elementar.

Märchenhaft und unterhaltsam: Heinrich der Löwe

Der Stoff sollte eine Verherrlichung des Welfenhauses sein, anknüpfend an dessen Ahnherrn Heinrich den Löwen. Gleichzeitig ist sie aber auch von hohem Unterhaltungswert, ganz im Stil einer Märchen- und Zauberoper. Auf Grundlage der mittelalterlichen Heinrich-Sage geht es um die abenteuerliche Odysee Heinrichs nach seinem Kreuzzug in den Nahen Osten, voller märchenhaft-unwirklicher Begebenheiten und Liebesverwicklungen, mit Liebesarien, Wutarien, einer Todesarie, einer Einschlafarie und Beschwörungsarien. Bei der Rückkehr aus dem Heiligen Land, wo Heinrich der Löwe am Kreuzzug teilgenommen hatte, gerät sein Schiff in Seenot. Dem Untergang nahe, wird Heinrich als letzte Rettung in eine Lederhaut eingenäht und von einem Greifvogel, der dies für Beute hält, gepackt und an Land gebracht. Dort droht Heinrich an die Jungen des Greifen verfüttert zu werden.

Die Einflüsse Steffanis auf Händel und Bach sind unverkennbar. Charakteristisch ist die Fusion von venezianischer Karnevalsoper und französischer Hofoper. Hannover wurde durch Steffani zur vielbeachteten Drehscheibe der europäischen Musik.

300 + 30: Seltene Aufführung mit großartigen Künstler*innen

Zum 300. Jahrestag der Erstaufführung hatte vor 30 Jahren die Niedersächsische Staatsoper HENRICO LEONE mit großem Erfolg wieder aufgeführt, ebenfalls unter der Leitung von Prof. Lajos Rovatkay. Auch die Hannoversche Hofkapelle, damals als "Capella Agostino Steffani" gegründet, ist wieder dabei.

Die halbszenisch inszenierte Oper wird von exzellenten Künstler*innen präsentiert, alle Spezialisten der historischen Aufführungspraxis. Schauspieler und Regisseur Willi Schlüter vermittelt die Inhalte der in Italienisch verfassten Oper nach der altdeutschen Vorlage.

  • Prof. Lajos Rovatkay - künstlerischer Leiter
  • Hannoversche Hofkapelle
  • David Allsopp - Altus
  • Johanna Winkel - Sopran
  • Magdalene Harer - Sopran
  • Sarah Kelemen - Mezzosopran
  • Tobias Hunger - Tenor
  • Markus Flaig - Bass
  • Willi Schlüter - Schauspieler und Regisseur

Die Oper ist auch für Kinder prädestiniert. Daher runden zwei spezielle Kindervorführungen am 14. Juni das Programm der Festwoche FORUM AGOSTINO STEFFANI ab.

Termin(e): 13.06.2019 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
15.06.2019 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
Ort

Galerie Herrenhausen

  • Herrenhäuser Straße 3a
  • 30419 Hannover
Preise:
12,00 €
20,00 €
30,00 €
42,00 €
Kinderoper 5,00 €
Vorverkauf:
Blick in den schmuckvollen Hauptsaal der Galerie Herrenhausen © Hassan Mahramzadeh