Perlen - Queer Film Festival Hannover

Short Docu Pearls 2.0

Aus dem Kurzfilm Wifi Rider

Letztes Jahr ist unsere Auswahl kurzer Dokumentarfilme so gut angekommen, dass wir das Konzept auch 2022 wieder auflegen. Mit den Short Docu Pearls 2.0 präsentieren wir Euch vier sehenswerte und empowernde Kurzdokus mit dem Schwerpunkt „Menschenrechte“, die sich um die schwierige Situation von Menschen aus der LGBTIQ*-Community in der ganzen Welt drehen.

Aus dem Kurzfilm Prayers for sweet waters

Above The Troubled Water

Joe Cohen, Großbritannien 2020, 38 Minuten, englisch-yorubische Originalfassung mit deutschen Untertiteln 


Der eindringliche Kurzfilm porträtiert Bisi, Damoshe und Ade, drei Männer aus Nigeria, die wegen homophober Gewalt aus ihrem Heimatland fliehen und in aller Welt Asyl beantragen mussten. Regisseur Joe Cohen begleitet die Männer in ihrem Alltag in London, New York und Toronto und stellt eine Reihe existenzieller Fragen: Wie wirkt sich das Leben im Exil auf die Männer aus? Erfahren sie Unterstützung aus der queeren Community? Und wie schaffen sie es, ihre Freundschaften zu bewahren?

 

Wifi Rider

Roxy Rezvany, Großbritannien-Jordanien-Palästina 2020, 10 Minuten, arabisch-englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln


„Wifi Rider“ ist das Instagram-Profil von Shukri Lawrence, einem jungen palästinensischen Modeschöpfer, Künstler und Influencer. Die gleichnamige Kurzdoku schildert mittels Interviews und Archivmaterials seinen maßgeblich durch die Sozialen Medien angestoßenen Entwicklungsprozess. Shukri gelingt es, als ursprünglich einsamer Außenseiter allmählich die eigene Kreativität zu entdecken, sich von westlichen Einflüssen zu emanzipieren und sowohl seine persönliche Identität als auch sein politisches Bewusstsein auszubilden.

 

Prayers for Sweet Waters

Elijah Ndoumbe, Südafrika-Großbritannien 2021, 16 Minuten, englisch-französisch-rundische Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Die ruhige, bewegende Doku erzählt in starken Bildern die Geschichten von drei trans*sexuellen Sexarbeiter*innen aus Kapstadt. Wes findet durch den Rückhalt in der Community, aber auch durch die Unterstützung von Freiern, die lang entbehrte Nestwärme und den Zugang zur eigenen sexuellen Identität. Gulam vertraut sich dem christlichen Glauben an und versteht sich als Aktivistin und Wissensvermittlerin für die jüngere Generation. Flavi ist aus Burundi geflüchtet und gewinnt Selbstbewusstsein als „Miss Transgender“.

 

Women* What We Are Fighting For

Viktoria Guyvik/Alina Shevchenko, Ukraine 2020, 30 Minuten, mehrsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Diese großartige Doku der ukrainischen Regisseurin Viktoria Guyvik und Kamera- frau Alina Shevchenko zeigt, wie sich Aktivist*innen aus der Ukraine, Deutschland, Russland, Kasachstan, den Niederlanden, Brasilien, Moldawien und Kroatien für Frauenrechte und LGBTIQ*-Rechte einsetzen. Jede von ihnen hat andere Widerstände zu überwinden, aber es eint sie alle der gemeinsame Wille, etwas zu tun.
Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit der Kooperative Solikino, die bundesweit Soli-Screenings des Films organisiert und mit den eingenommenen Spenden die queere Community in der Ukraine, einzelne Aktivist*innen und ihre Familien unterstützt.
Warnung: Darstellung von queerphober Gewalt

 

Gesamtlänge: circa 94 Minuten

Termine

22.10.2022 ab 14:00 Uhr

Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover
Sophienstraße 2
30159 Hannover

Standard

6,50 Euro

Ermäßigt

4,50 Euro / Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger*innen und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.

Freier Eintritt

Hannover-Aktiv-Pass-Inhaber*innen gewährt das Koki freien Eintritt

Bis zum 20.10.22 beim Kauf von fünf Karten

6,00 Euro/ 4,00 Euro ermäßigt