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Szene aus Uferfrauen

© déjà-vu film

Barbara Wallbraun, Deutschland 2019, 117 Minuten

Zu sehen ist wie zwei frauen im garten sitzen und ein gespräch führen. © déjà-vu film

Szene aus Uferfrauen

Der herausragende Dokumentarfilm über die Lebenswege lesbischer Frauen aus der DDR vor und nach der Wende wird dieses Jahr bei den PERLEN in Hannover mit dem 5. QueerScope-Debütfilmpreis ausgezeichnet!

Barbara Wallbraun porträtiert in ihrem bewegenden, warmherzigen Film sechs Frauen, die in der DDR gleichgeschlechtlich lebten und liebten: Christiane aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern, Elke sowie das Langzeit-Paar Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt. Sie alle haben Coming Out und erste Liebe in der DDR erlebt und mussten ihren persönlichen Weg zwischen Aufbegehren und Anpassung an das totalitäre System finden, um sich lesbische Identität und eine möglichst selbstbestimmte Lebensgestaltung zu erkämpfen. Der Film legt besonderes Augenmerk auf die Konflikte mit der Staatsmacht, die Solidarisierung unter Frauen und Lesben und die Auslotung alternativer Familienmodelle.

Das Verdienst von Barbara Wallbraun ist es, anhand der Interviews mit den Protagonistinnen ganz individuelle Lebenswege zu schildern und hierbei doch ein umfassendes Bild lesbischen Lebens in der DDR zu zeichnen, das zwar rechtlich legal, aber gesellschaftlich stigmatisiert war. Der Filmtitel UFERFRAUEN steht für das omnipräsente Gefühl der Einsamkeit als Außenseiterin – ein Leben am (privaten) Rand der Gesellschaft, immer im persönlichen Zwiespalt, ins kalte Wasser zu springen oder am sicheren trockenen Ufer zu bleiben.

Besonders erwähnenswert ist die kreative Gestaltung der Porträts der Protagonistinnen, die mit altem Fotomaterial und graphischen Elementen einen visuell gelungenen Kontrapunkt zu den Interviewsequenzen setzt. Die außergewöhnliche Produktionsdauer des Films von 7 Jahren forderte von Regisseurin und Team langen Atem und viel Herzblut.

Zu Gast: Barbara Wallbraun sowie Teammitglieder und Protagonistinnen des Films

Termin(e): 17.10.2020 ab 18:00 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.
beim Kauf von 5 Karten: 6,00 Euro / 4,00 Euro ermäßigt (bis 15.10.2020)

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.