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Sterben, um zu leben: Die Senioren möchten ihrem schwerkranken Freund das Sterben erleichtern.

© Neue Visionen Filmverleih

Psychoanalyse und Film

Am Ende ein Fest

Mita Tova

Sharon Maymon/Tal Granit, Israel/Deutschland 2014, 93 Minuten deutsche Fassung

mit  Ze’ev Revah, Levana Finkelshtein, Aliza Rozen, Ilan Dar, Rafael Tabor, Hanna Rieber

Anschließend Referat und Diskussion mit Prof. Dr. Karl Oeter

Erfinder Yehezkel sitzt am Tisch. In der linken Hand hat er einen Telefonhörer, in der rechten einen Lötkolben. Ein paar Schritte hinter ihm steht eine Frau und schaut ihn an. © Neue Visionen Filmverleih

Der 72-jährige Erfinder Yehezkel (Ze’ev Revach) arbeitet an einer neuen Maschine, die helfen soll, den letzten Schritt zu erleichtern.

AM ENDE EIN FEST ist eine israelische Tragikomödie. Sie spielt in einem Altenheim, in dem die Bewohner rigiden Einschränkungen ausgeliefert und auch dann zum Weiterleben gezwungen sind, wenn sie und ihre Angehörigen das nicht wollen und als unerträgliche Zumutung empfinden.

Ganz akut stellt sich für sie die drängende Frage: Welchen Sinn hat das Leiden ihres Freundes, des sterbenskranken, keuchenden, an Schläuchen und Drähten hängenden Max für ihn und seine vor Kummer, Schmerz und Hilflosigkeit rauflustig gewordene Ehefrau Yana? Aus Mitleid, Zuneigung und Liebe heraus wird für sie immer klarer: Max soll sterben dürfen.

Aber seine Geräte einfach abschalten, ihm Tabletten geben, ihn gar im Schlaf mit einem Kissen ersticken? Zu groß ist die Angst vor Strafe, zu schlimm die Gewissensnot. In ihrer Not entwickeln sie einen beeindruckenden Gemeinschaftsgeist und erfinden mit viel Kreativität, Humor und subversiver Chuzpe eine Maschine, die aus abwegigst erscheinenden Einzelteilen zusammengesetzt ist und es ihm doch ermöglicht – obwohl nahezu vollständig gelähmt – aktiv und selbstbestimmt sein Leben schmerz- und angstfrei zu beenden. 

Nach dem im letzten Jahr präsentierten Film LIEBE von Michael Haneke sollen mit diesem Film die Herausforderungen, Belastungen und Chancen im Zusammenhang mit Fragen nach Tod, Sterben und Sterbehilfe von einer gänzlich anderen Seite beleuchtet werden. War dort das Paar vereinsamt, in von dem Ehemann George herbeigeführtem Rückzug weitgehend isoliert, so erleben wir hier ein reges Miteinander, in dem sich die Betroffenen gegenseitig unterstützen und trotz aller unvermeidlicher Trauer auch der Lebensfreude einen Raum geben.

Es geht in diesem Film also nicht nur (und nicht wieder) um die Konflikte und Herausforderungen, denen wir uns durch den gefürchteten oder erhofften, aber verweigerten Tod ausgesetzt sind, sondern auch um die Fähigkeit, in dieser existenziellen Situation Selbstbestimmung, Freiheit, Humor und Lebensfreude zu erleben.

Termin(e): 02.03.2020 ab 19:30 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
7,50 Euro / 5,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.