Psychoanalyse und Film

Babai

Gesim (Astrit Kabashi) geht. Nori (Val Maloku) bleibt zurück.

Visar Morina, Deutschland/Kosovo/Mazedonien/Frankreich 2015, 104 Minuten

Anschließend Referat und Diskussion mit Simon Gadisa, Rehabilitationspsychologe (B.sc. und M.sc.)

Nori (Val Maloku)

mit Val Maloku, Astrit Kabashi, Adriana Matoshi, Enver Petrovci, Xhevedet Jashari

Visar Morinas Debutfilm Babai gibt uns Einblick in eine zertrümmerte Vater-Sohn Beziehung. Der zehnjährige Nori lebt gemeinsam mit seinem Vater Gezim im Kosovo der neunziger Jahre. Ihre Lebensumstände sind ärmlich und der bevorstehende Kosovokrieg liegt bereits in der Luft. Gezim plant zu fliehen und seinen Sohn im Kosovo bei Verwandten zurück zu lassen. Wir als Zuschauer erleben in Babai eine europäische Fluchtgeschichte in einer Zeit, die weit vor der sogenannten „Flüchtlingskrise“ von 2015 liegt. Zum Schluss drängt sich die Frage auf, ob es sich bei Babai um ein Familiendrama oder um eine politische Anklage handelt. So sind wir als Zuschauende nach dem Abspann zum Nachdenken darüber aufgefordert, inwieweit das Politische persönlich und das Persönliche politisch ist. Durch einen psychoanalytischen Zugang zu diesem Film möchte ich einen Raum zum Nachdenken über die Konflikte in Babai eröffnen, mit denen uns der Regisseur und Drehbuchautor bewusst konfrontiert.

Termine

10.10.2022 ab 19:30 Uhr

Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover
Sophienstraße 2
30159 Hannover

Standard

7,50 €

Ermäßigt

5,50 Euro / Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger*innen und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.

Freier Eintritt

Hannover-Aktiv-Pass-Inhaber*innen gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -Vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 13.00 bis 17.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.